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Russland steht alleine da

Der Georgien-Krieg führte zu heftiger Kritik der der USA und der EU. Nun wenden sich auch China und ehemalige Sowjetrepubliken von Russland ab.

Russland stösst mit seinem Vorgehen in Georgienauch bei seinen asiatischen Partnern in der Shanghaier Kooperationsorganisation auf Ablehnung. Bei ihrem Gipfeltreffen in Duschanbe verabschiedeten die Präsidenten aus sechs asiatischen Staaten eine Erklärung, in der die Anwendung militärischer Gewalt in Georgien verurteilen und die Achtung der territorialen Integrität eines jeden Staates fordern.

Der russische Präsident Dmitri Medwedew hatte zuvor um einmütige Unterstützung für das russische Vorgehen gegen die, wie er sagte, «georgische Aggression» geworben. Am Dienstag erkannte Moskau die Regionen Südossetien und Abchasien als unabhängige Staaten an und erntete damit scharfe Kritik im Westen.

Der SCO gehören Russland, China und Kasachstan sowie die mittelasiatischen ehemaligen Sowjetrepubliken Kirgistan, Tadschikistan und Usbekistan an. «Den Schwerpunkt ausschliesslich auf Gewalt zu legen hat keine Perspektive und behindert eine umfassende Lösung örtlicher Konflikte,» heisst es in der Deklaration nach Meldungen russischer Nachrichtenagenturen.

Medwedew hatte zuvor erklärt, eine Unterstützung der SCO für das Moskauer Vorgehen gegen Georgien würde «ein deutliches Signal für jene geben, die versuchen, die Aggression zu rechtfertigen».

AP/grü

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