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Russlands Staatsmedien sprechen von «Lüge»

Ein geheimer Bericht soll die russische Einflussnahme auf die Präsidentschaftswahl in den USA belegen. Davon wollen die Staatsmedien aber nichts wissen und holen zum Gegenschlag aus.

Die Nachrichtenagentur wird der Lüge bezichtigt: Reuters-Sitz in New York.
Die Nachrichtenagentur wird der Lüge bezichtigt: Reuters-Sitz in New York.
Mark Lennihan, Keystone

Russlands staatliches Medienunternehmen Rossija Sewodnja äusserte heftige Kritik an einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters über eine geplante russische Einflussnahme auf die US-Wahl.

«Reuters schreibt, dass sie von sieben Leuten wissen, die schwören, sie hätten einen geheimen russischen Bericht mit ihren eigenen Augen gesehen», sagte Chefredakteurin Margarita Simonjan am Freitag der Nachrichtenagentur Ria.

Reuters hält an Bericht fest

«Gebt Reuters einen Oscar für das beste Drehbuch. Sie haben es verdient.» Simonjan kündigte an, ihr Medienunternehmen werde einen Vertrag mit Reuters über die Lieferung von Video-Beiträgen nicht verlängern, «weil sie lügen».

Reuters hatte berichtet, dass ein Institut der russischen Regierung Insidern zufolge im vergangenen Jahr einen Plan zur Beeinflussung der US-Präsidentenwahl entwickelte. Eine Reuters-Sprecherin sagte, die Agentur halte an dem Bericht fest.

Russische Regierung weist Vorwürfe von sich

In der Meldung sagten drei amtierende und vier frühere amerikanische Behördenmitarbeiter, Ziel sei es gewesen, einen Umschwung zugunsten des späteren Siegers Donald Trump zu erreichen und das Vertrauen in das US-Wahlsystem zu untergraben.

Das Russische Institut für Strategische Studien (RISS) habe zwei entsprechende Papiere verfasst. Diese Dokumente seien die Grundlage für die Einschätzung der US-Geheimdienste gewesen, wonach Russland versuchte, die US-Wahl zu beeinflussen.

Die Moskauer Forschungseinrichtung wird von hochrangigen Ex-Geheimdienstlern geleitet, die vom Präsidialamt ernannt werden. Die russische Regierung wies den Bericht als falsch zurück.

SDA/roy

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