Zum Hauptinhalt springen

«Sachsen nimmt Rassismus nicht ernst»

Warum kommt es im ostdeutschen Bundesland besonders oft zu Übergriffen auf Flüchtlinge? Kerstin Köditz, Lokalpolitikerin der Linken, über schwere Vorwürfe.

Hier hätten 300 Flüchtlinge einziehen sollen: Die Brandruine eines ehemaligen Hotels im sächsischen Bautzen. (Bild: Getty Images, 21. Februar 2016)
Hier hätten 300 Flüchtlinge einziehen sollen: Die Brandruine eines ehemaligen Hotels im sächsischen Bautzen. (Bild: Getty Images, 21. Februar 2016)

In Clausnitz pöbelt ein wütender Mob gegen Flüchtlinge, als diese im Bus vor einer Asylunterkunft eintreffen. In Bautzen brennt ein Flüchtlingsheim unter dem Beifall von Anwohnern ab. Die zwei fremdenfeindlichen Vorfälle in Sachsen sind in Deutschland derzeit Thema Nummer 1.

Besonders intensiv diskutiert wird die Frage, warum ausgerechnet das ostdeutsche Bundesland, wo auch die Pegida-Demonstrationen begonnen haben, immer wieder mit rechtsextremen Übergriffen für Schlagzeilen sorgt. «Wenn man mal einen Feldversuch machen will, wie man Nazis gross bekommt, dass die richtig machen können, was sie wollen, dann muss man sich Sachsen angucken», kommentierte am Montag zum Beispiel Anetta Kahane, die Vorsitzende der Berliner Amadeu-Antonio-Stiftung die jüngsten Ereignisse. Die Stiftung kämpft seit Jahren gegen Fremdenfeindlichkeit in Deutschland. Sie und andere Organisationen weisen darauf hin, dass in Sachsen Probleme mit Rechtsextremen viel zu lange ignoriert worden seien.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.