«Schlepper arbeiteten wie ein Reisebüro»

Die spanische Polizei hat einen Menschenschmuggler-Ring zerschlagen, der hunderte Migranten von Marokko aus illegal ins Land gebracht haben soll.

Migranten steigen am Strand von Del Canuelo aus einem Boot, nachdem sie die Küste von Gibraltar im südspanischen Tarifa überquert haben. (27. Juli 2018)

Migranten steigen am Strand von Del Canuelo aus einem Boot, nachdem sie die Küste von Gibraltar im südspanischen Tarifa überquert haben. (27. Juli 2018) Bild: Jon Nazca /Reuters

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Der Ring habe «wie ein Reisebüro gearbeitet», teilte die Polizei am Montag mit. Er habe in der nordmarokkanischen Stadt Larache um «Kunden» geworben, diese über das Mittelmeer an die spanische Küste gebracht und von dort in bereitstehenden Autos zum gewünschten Endziel transportiert.

Pro Überfahrt habe der Ring mindestens 2500 Euro kassiert. Nach Polizeiangaben brachten die Schmuggler in diesem Jahr 600 Migranten illegal nach Spanien und nahmen dafür rund 1,5 Millionen Euro ein.

Nach Schätzungen der Internationalen Organisation für Migration kamen seit Jahresbeginn mehr als 55.000 Migranten illegal über das Mittelmeer nach Spanien. Mindestens 743 Migranten starben auf der gefährlichen Fahrt in Richtung Europa oder verschwanden spurlos. (nag/AFP)

Erstellt: 17.12.2018, 17:12 Uhr

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