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Schluss mit Schulterschluss

Der Reformkurs der französischen Regierung wird aus den eigenen Reihen torpediert.

Ach, wie schön war sie doch, die Zeit der «unité nationale» nach den Attentaten auf das Satiremagazin «Charlie Hebdo». Das darf sich heute François Hollande ohne jeden Zynismus sagen. Mehr als einen Monat lang spielte er die Rolle des mitfühlenden und vorangehenden Landesvaters, und er spielte sie gut: Während die Nation trauerte und verängstigt Halt suchte, schnellten seine Sympathiewerte nach oben.

Jetzt ist wieder Schluss mit dem Schulterschluss. Mehr noch: Präsident Hollandes eigene Partei ist gespalten. Die drei Dutzend Linksabweichler in der Nationalversammlung sind auch parteiintern eine Minderheit. Aber sie befinden sich im Auftrieb, seitdem in Athen die Syriza-Koalition gewonnen hat. Das verschafft ihnen viel Stör­potenzial – vor allem gegen den Reform­kurs der eigenen Regierung.

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