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Schon als Schüler legte er sich mit der Mafia an

Am Anfang waren fünf Mädchen, fünf Jungs, ihre Schülerzeitung und eine Frage: Wem gehört die Disco im Ort? Seitdem ist die Mafia in Norditalien nicht mehr sicher.

Oliver Meiler, Reggio Emilia
Der Jurist, Professor und Buchautor ist 26 Jahre alt und hat sich der kalabrischen Mafia an die Fersen geheftet: Elia Minari auf der Piazza Matteotti in Brescello. Foto: Marco Gualazzini (Contrasto)
Der Jurist, Professor und Buchautor ist 26 Jahre alt und hat sich der kalabrischen Mafia an die Fersen geheftet: Elia Minari auf der Piazza Matteotti in Brescello. Foto: Marco Gualazzini (Contrasto)

Naiv sei er nie gewesen, sagt Elia Minari. Höchstens mal überrascht. Aber ein bisschen wie jugendliches Abenteuer hört sich seine Geschichte schon an. Nur echt. Und gefährlich.

Reggio Emilia im Winter. Nebel hängt in den Strassen, ein Nieselregen geht über die Stadt. Es sind noch fünf Minuten bis 16 Uhr, da textet Elia Minari schon aus dem Lokal: «Bin drinnen.» Wenn er einen Termin für ein Telefongespräch ausmacht, sagt er zum Beispiel: «Wollen wir uns Dienstag nächster Woche hören, geht 14.40 Uhr?» Und das ist speziell in einem Land, in dem man sich normalerweise für den nächsten Tag «in mattinata», irgendwann am Morgen, verabredet. Die Frau am Tresen weiss Bescheid. «Elia? Da vorn, vorbei am Kühlschrank und den Gang runter.» Es ist schon erstaunlich, dass keine Polizei an der Tür steht.

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