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«Schottland müsste sich neu um eine EU-Mitgliedschaft bewerben»

Die Schotten stimmen bald darüber ab, ob sie sich von Grossbritannien abspalten wollen. Unser Korrespondent Peter Nonnenmacher sagt, was am heissesten diskutiert wird.

Rupen Boyadjian
Noch drei Tage bis zum Schicksalstag: Ein Mädchen spielt mit einer pro-Unabhängigkeitsflagge in den Strassen von Aberdeen. (15. September 2014)
Noch drei Tage bis zum Schicksalstag: Ein Mädchen spielt mit einer pro-Unabhängigkeitsflagge in den Strassen von Aberdeen. (15. September 2014)
Ben Stansall, AFP
Will Schottland in der Familie behalten: Der britische Premierminister David Cameron (Mitte) beim Besuch einer Schilderfabrik in Edinburgh. (10. September 2014)
Will Schottland in der Familie behalten: Der britische Premierminister David Cameron (Mitte) beim Besuch einer Schilderfabrik in Edinburgh. (10. September 2014)
Andrew Milligan, Reuters
Durch neue Umfragewerte aufgeschreckt: Labour-Parteipräsident Ed Milliband spricht in Glasgow für den Verbleib Schottlands im Vereinigten Königreich. (10. September 2014)
Durch neue Umfragewerte aufgeschreckt: Labour-Parteipräsident Ed Milliband spricht in Glasgow für den Verbleib Schottlands im Vereinigten Königreich. (10. September 2014)
Andy Buchanan, AFP
Das Seilziehen um Schottlands Zugehörigkeit hat bald ein Ende: Teilnehmer der Highland Games im schottischen Braemar. (6. September 2014)
Das Seilziehen um Schottlands Zugehörigkeit hat bald ein Ende: Teilnehmer der Highland Games im schottischen Braemar. (6. September 2014)
Andy Buchanan, AFP
Im Falle einer Unabhängigkeit Schottlands gäbe es viele Fragen zu klären: Auch die Queen und ihr Ehemann Prinz Philip besuchten traditionellerweise die Highland Games in Braemar. (6. September 2014)
Im Falle einer Unabhängigkeit Schottlands gäbe es viele Fragen zu klären: Auch die Queen und ihr Ehemann Prinz Philip besuchten traditionellerweise die Highland Games in Braemar. (6. September 2014)
Andy Buchanan, AFP
Ungewisse politische Zukunft: Ein Mädchen mit bemaltem Gesicht in schottischen Nationalfarben bei einer Pro-Unabhängigkeitsveranstaltung in Edinburgh. (21. September 2013)
Ungewisse politische Zukunft: Ein Mädchen mit bemaltem Gesicht in schottischen Nationalfarben bei einer Pro-Unabhängigkeitsveranstaltung in Edinburgh. (21. September 2013)
Andy Buchanan, AFP
Was passiert mit den britischen Atomwaffen bei einer Unabhängigkeit Schottlands? Das britische Atom-U-Boot HMS Astute vor der schottischen Küste. (Archivbild)
Was passiert mit den britischen Atomwaffen bei einer Unabhängigkeit Schottlands? Das britische Atom-U-Boot HMS Astute vor der schottischen Küste. (Archivbild)
Andy Buchanan, AFP
Er ist die treibende Kraft der Unabhängigkeitsbestrebungen: Schottlands «Erster Minister» Alex Salmond. (28. April 2014)
Er ist die treibende Kraft der Unabhängigkeitsbestrebungen: Schottlands «Erster Minister» Alex Salmond. (28. April 2014)
François Lenoir, Reuters
Die Befürworter der Unabhängigkeit geben gegen Ende des Abstimmungskampfs nochmals alles: Sogar auf Gebäck werben sie für ihr Anliegen. (7. September 2014)
Die Befürworter der Unabhängigkeit geben gegen Ende des Abstimmungskampfs nochmals alles: Sogar auf Gebäck werben sie für ihr Anliegen. (7. September 2014)
Russell Cheyne, Reuters
In der eher wohlhabenden Hauptstadt Edinburgh sind viele mit dem Status quo zufrieden und wollen eine Unabhängigkeit nicht riskieren: Das Hotel Balmoral in Edinburgh. (30. April 2014)
In der eher wohlhabenden Hauptstadt Edinburgh sind viele mit dem Status quo zufrieden und wollen eine Unabhängigkeit nicht riskieren: Das Hotel Balmoral in Edinburgh. (30. April 2014)
Suzanne Plunkett, Reuters
In der ehemaligen Industriestadt Kilmarnock sieht es für viele Bewohner hingegen nicht sehr rosig aus. Sie sind, wie die Einwohner anderer wirtschaftlich schlechter gestellter Regionen, eher für eine Abspaltung von Grossbritannien. (27. März 2014)
In der ehemaligen Industriestadt Kilmarnock sieht es für viele Bewohner hingegen nicht sehr rosig aus. Sie sind, wie die Einwohner anderer wirtschaftlich schlechter gestellter Regionen, eher für eine Abspaltung von Grossbritannien. (27. März 2014)
Suzanne Plunkett, Reuters
Die Nationalisten haben eine Senkung des Stimmrechtsalters auf 16 erreicht. Sie erhofften sich so zusätzliche Stimmen. Es ist aber nicht klar, ob die Jungen tatsächlich eher für die Unabhängigkeit votieren werden: Die 16-jährige Sophie Johnstone auf einer Brücke in Dumfries. (3. März 2014)
Die Nationalisten haben eine Senkung des Stimmrechtsalters auf 16 erreicht. Sie erhofften sich so zusätzliche Stimmen. Es ist aber nicht klar, ob die Jungen tatsächlich eher für die Unabhängigkeit votieren werden: Die 16-jährige Sophie Johnstone auf einer Brücke in Dumfries. (3. März 2014)
Paul Hackett, Reuters
Für die Briten wäre der Verlust der Öl- und Gasfelder vor den schottischen Küsten unangenehm: Premierminister David Cameron (l.) setzt sich bei Arbeitern auf einer Ölplattform für den Verbleib Schottlands bei Grossbritannien ein. (24. Februar 2014)
Für die Briten wäre der Verlust der Öl- und Gasfelder vor den schottischen Küsten unangenehm: Premierminister David Cameron (l.) setzt sich bei Arbeitern auf einer Ölplattform für den Verbleib Schottlands bei Grossbritannien ein. (24. Februar 2014)
Andy Buchanan, AFP
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Die Abstimmung über eine Unabhängigkeit Schottlands rückt näher. Wie ist die Stimmung vor Ort?

Die Abstimmung ist am 18. September. Es sind also bis dahin keine hundert Tage mehr. Aber überall in Schottland wird die Frage seit Wochen schon leidenschaftlich debattiert. Überall wird über Vor- oder Nachteile staatlicher Unabhängigkeit gestritten. Für den 18. September darf man darum auch eine hohe Wahlbeteiligung erwarten. Den Urhebern des Referendums ist es gelungen, eine Menge Interesse für diese – historische – Entscheidung in der Bevölkerung zu wecken. Schon jetzt hat die Debatte zum Beispiel im kommunalen Bereich vielerorts den Wunsch nach mehr Selbstbestimmung gestärkt. Alle drei grossen britischen Parteien (Labour, Liberaldemokraten und Konservative) lehnen zwar Schottlands Trennung von England ab, haben aber den Schotten mehr Autonomie als bisher versprochen, solange sie nur Nein zum Alleingang sagen.

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