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Schwangere Syrerin machte Fotos auf Geisterschiff

Männer, Frauen und Kinder waren wie Vieh im rostigen Schiffsbauch der Blue Sky M zusammengepfercht. Eine Frau veröffentlichte ihre Bilder von der Überfahrt im Flüchtlingsschiff.

Fotos einer jungen Frau zeigen die Situation im Schiffsbauch der Blue Sky M: Flüchtlinge liegen auf dem Boden oder sitzen auf Geländern. (25. Dezember 2014)
Fotos einer jungen Frau zeigen die Situation im Schiffsbauch der Blue Sky M: Flüchtlinge liegen auf dem Boden oder sitzen auf Geländern. (25. Dezember 2014)
AFP
Die Fotografin ist im siebten Monat schwanger und reiste mit ihren Eltern und Geschwistern nach Europa: Junger Mann hockt auf dem Boden des Schiffs. (25. Dezember 2014)
Die Fotografin ist im siebten Monat schwanger und reiste mit ihren Eltern und Geschwistern nach Europa: Junger Mann hockt auf dem Boden des Schiffs. (25. Dezember 2014)
AFP
Ein Flüchtlingsdrama konnte verhindert werden: Eine Mutter mit ihrem Kind wird an Land gebracht. (31. Dezember 2014)
Ein Flüchtlingsdrama konnte verhindert werden: Eine Mutter mit ihrem Kind wird an Land gebracht. (31. Dezember 2014)
AP Photo/ Ivan Tortorella, Keystone
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Menschen dicht gedrängt in einem rostigen Schiffsbauch – mit solchen Fotos hat eine junge Frau an Bord der Blue Sky M die Situation auf dem Flüchtlingsschiff im Mittelmeer festgehalten. Die Bilder wurden am Montag der Öffentlichkeit bekannt.

Sie zeigen, wie Männer, Frauen und Kinder wie Vieh auf dem unter moldauischer Flagge fahrendem Schiff zusammengepfercht worden waren. Sie liegen auf dem nackten Fussboden oder hocken auf Geländern.

Aufgenommen wurden die Bilder von einer 30-jährigen Syrerin, die im siebenten Monat schwanger ist und mit ihren Eltern und zwei jüngeren Schwestern die gefährliche Reise nach Europa antrat. Ihr Ehemann war drei Wochen zuvor auf die gleiche Weise aus dem Bürgerkriegsland Syrien nach Europa gelangt.

Die italienische Küstenwache hatte die knapp 770 syrischen Flüchtlinge an Bord der Blue Sky M vergangene Woche gerettet. Ihre Schleuser hatten das Schiff verlassen und führerlos im Mittelmeer zurückgelassen. Die Küstenwache konnte das Schiff erst acht Kilometer vor der italienischen Küste stoppen und damit eine lebensgefährliche Kollision mit der felsigen Küste verhindern.

Das Schiff war vom türkischen Hafen Mersin in der Nähe der syrischen Grenze gestartet. Die Insassen bezahlten jeweils mehrere tausend Dollar für die Überfahrt nach Europa. Der Syrer, der den Frachter steuerte, sagte, die türkischen Behörden hätten die Blue Sky M vor dem Ablegen überhaupt nicht kontrolliert. Zwei Tage später liessen Schleuser auf dem Frachter Ezadeen rund 360 Flüchtlinge zurück. Auch sie wurden von der italienischen Küstenwache aus einer brenzligen Lage gerettet.

SDA/chk

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