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Schweden erlässt internationalen Haftbefehl gegen Assange

Die schwedische Justiz lässt international wegen Vergewaltigungsvorwürfen nach dem Wikileaks-Gründer fahnden. Der Internet-Aktivist spricht derweil von einer Schmutzkampagne.

Bestreitet die Vorwürfe: Wikileaks-Gründer Julian Assange.
Bestreitet die Vorwürfe: Wikileaks-Gründer Julian Assange.
Keystone

Schwedens Justiz lässt in ganz Europa und darüber hinaus nach dem Internet-Aktivisten Julian Assange vom Enthüllungsportal Wikileaks fahnden. Aus Stockholm sei ein entsprechendes Begehren auf Grundlage des schwedischen Haftbefehls eingegangen, teilte die Interpol-Zentrale im französischen Lyon am Samstag mit.

Ein Gericht in Stockholm hatte am Donnerstag einen Haftbefehl gegen Assange wegen Vergewaltigung und sexueller Belästigung von zwei Frauen ausgestellt. Die Ermittlungsleiterin bei der schwedischen Staatsanwaltschaft, Marianne Ny, hatte ihren Antrag damit begründet, dass Assange zu den Vorwürfen befragt werden müsse.

Assange spricht von Schmutzkampagne

Assange hatte diese stets bestritten und von einer Schmutzkampagne gegen ihn und Wikileaks gesprochen. Sein schwedischer Anwalt Björn Hurtig legte am Freitag Einspruch gegen den Haftbefehl ein. Ein Berufungsgericht muss nun darüber entscheiden, ob der Haftbefehl aufrecht erhalten wird.

Wikileaks hat hunderttausende Geheimdokumente aus den USA zu den Kriegen in Afghanistan und im Irak veröffentlicht und damit international für Aufsehen gesorgt.

SDA/ske

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