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Selbstmordanschlag in Tschetschenien - fünf Tote

Ein 19-jähriger Tschetschene wollte offenbar einen Anschlag auf eine Konzerthalle in Grosny verüben. Als Polizisten seine Papiere kontrollieren wollten, zündete er die Bombe und riss fünf von ihnen mit in den Tod.

Zivilisten wurden nicht verletzt: Die Behörden am Tatort. (5. Oktober 2014)
Zivilisten wurden nicht verletzt: Die Behörden am Tatort. (5. Oktober 2014)
AP Photo

In der russischen Kaukasusrepublik Tschetschenien hat ein Selbstmordattentäter fünf Polizisten mit in den Tod gerissen und zwölf weitere verletzt. Wie das russische Innenministerium mitteilte, wollte der Mann einen Bombenanschlag auf eine Konzerthalle in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny verüben.

Dort wollten tausende Menschen aus Anlass des Stadtfestes von Grosny an einer Galavorstellung teilnehmen. Den Angaben zufolge zündete der Attentäter den Sprengstoff, als Polizisten zwei Stunden vor dem geplanten Beginn der Veranstaltung seine Ausweispapiere kontrollieren wollten. Es handelte sich demnach um einen 19-jährigen Einheimischen.

«Fünf Polizisten wurden getötet und zwölf weitere verletzt», teilten die Ermittlungsbehörden mit. Durch ihren Einsatz hätten die Beamten «das Leben tausender Menschen gerettet», sagte der russische Innenminister Wladimir Kolokolzew nach einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur TASS.

Das für den Abend vorgesehene Konzert fiel mit dem Geburtstag von Tschetscheniens starkem Mann, dem Präsidenten der Teilrepublik, Ramsan Kadyrow, zusammen. Der Attentäter habe «die Freude der Menschen am Festtag zerstören» wollen, erklärte der Präsident.

Nach dem ersten Tschetschenienkrieg (1994-1996) zwischen Unabhängigkeitskämpfern und russischen Truppen marschierte Moskaus Armee 1999 erneut in die Kaukasusrepublik ein. Die Aufständischen entwickelten sich über die Jahre zu einer bewaffneten islamistischen Bewegung, die mittlerweile den gesamten Nordkaukasus umfasst.

SDA/ajk

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