Zum Hauptinhalt springen

Separatisten lassen weiteres OSZE-Team frei

Nach 32 Tagen in der Hand prorussischer Separatisten sind nun die letzten Beobachter der OSZE freigekommen.

32 Tage verschleppt: Ein Mitglied der OSZE-Beobachtergruppe nach seiner Freilassung. (28. Juni 2014)
32 Tage verschleppt: Ein Mitglied der OSZE-Beobachtergruppe nach seiner Freilassung. (28. Juni 2014)
Reuters
«Wir haben unsere Verpflichtung gegenüber der ukrainischen Seite erfüllt»: Bewaffnete Männer beschützen den selbsternannten Premier der «Volksrepublik Donezk» nach der Freilassung der OSZE-Geiseln. (28. Juni 2014)
«Wir haben unsere Verpflichtung gegenüber der ukrainischen Seite erfüllt»: Bewaffnete Männer beschützen den selbsternannten Premier der «Volksrepublik Donezk» nach der Freilassung der OSZE-Geiseln. (28. Juni 2014)
AFP
Zeigte sich erleichtert: Chefunterhändler der OSZE Mark Etherington nach der Freilassung der Geiseln vor den Medien. (28. Juni 2014)
Zeigte sich erleichtert: Chefunterhändler der OSZE Mark Etherington nach der Freilassung der Geiseln vor den Medien. (28. Juni 2014)
AFP
1 / 4

Die prorussischen Separatisten in der Ukraine haben eine zweite Beobachtergruppe der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) freigelassen. Die vier Mitglieder des Teams seien in der Stadt Donezk freigekommen, teilte die Organisation am Abend über Twitter mit. Später bestätigte OSZE-Sprecher Michael Bociurkiw die Nachricht: «Es geht ihnen gut und sie sind guter Dinge», sagte er.

Die OSZE-Beobachter waren 32 Tage verschleppt. Die Aufständischen hatten bereits am Donnerstag eine Gruppe von vier Beobachtern freigelassen. Die OSZE hatte Ende Mai den Kontakt zu zwei Teams in den Städten Donezk und Lugansk verloren. «Wir haben unsere Verpflichtung gegenüber der ukrainischen Seite erfüllt», sagte Alexander Borodaj, einer der Anführer der Separatisten. Alle acht Beobachter seien nun in Freiheit.

Die Freilassung der Beobachter war eine der Forderungen der EU an die Separatisten gewesen. Die EU nahm auch Russland in die Pflicht, seinen Einfluss auf die Aufständischen geltend zu machen und bis Montagabend eine Verbesserung der Lage in der Ostukraine zu erwirken.

Friedensplan implementieren

Der OSZE-Vorsitzende und Schweizer Bundespräsident Didier Burkhalter zeigte sich erleichtert über die Freilassung. Er dankte allen Akteuren, welche die OSZE unterstützt hatten, die Beobachter zu befreien. Burkhalter habe den unermüdlichen Einsatz der Beobachtermission für die Freilassung der vier Teammitglieder gelobt, heisst es in einer Mitteilung der OSZE vom Abend.

Die OSZE sei bereit, zu der Implementierung des Friedensplans des ukrainischen Präsidenten beizutragen, hat Burkhalter der OSZE-Mitteilung zufolge wiederholt.

Er äusserte die Erwartung, dass die Freilassung aller Beobachter den Beginn einer sich verbessernden Sicherheitssituation im Osten der Ukraine darstellt. Dies würde der Beobachtermission die Gelegenheit bieten, ihr Mandat bestmöglich auszuüben und ihre Rolle in dem Land zu stärken, sagte er.

sda/AP/ajk

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch