Zum Hauptinhalt springen

Separatisten sollen Zufahrt zur MH17-Absturzstelle vermint haben

Schlechte Aussichten für eine rasche unabhängige Untersuchung des Flugzeugabsturzes: Die Experten kommen einfach nicht zum Wrack durch. Die Ukraine und Russland weisen sich gegenseitig die Schuld zu.

Mussten erneut umkehren: Vertreter des OSZE besprechen sich auf der Strasse in Richtung Absturzstelle. (30. Juli 2014)
Mussten erneut umkehren: Vertreter des OSZE besprechen sich auf der Strasse in Richtung Absturzstelle. (30. Juli 2014)
Reuters

Knapp zwei Wochen nach dem mutmasslichen Abschuss der Passagiermaschine über der Ostukraine haben internationale Beobachter einen weiteren Versuch abgebrochen, zur Absturzstelle zu gelangen. Grund waren Sicherheitsbedenken in der heftig umkämpften Region. Die Sorgen wurden durch die Aussage eines ukrainischen Regierungssprechers noch verstärkt, wonach die prorussischen Separatisten die Zugangswege vermint haben.

«Das macht die Arbeit für internationale Experten unmöglich», sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, Andrej Lysenko. Die ukrainische Armee operiere in der Nähe der Absturzstelle nicht gegen die Rebellen, versuche vielmehr, ihre Versorgungswege abzuschneiden, um sie so zum Abzug zu zwingen, ergänzte er.

19 Tote innert 24 Stunden

Nach Angaben der örtlichen Behörden kamen bei Kämpfen zwischen Soldaten der ukrainischen Regierung und Separatisten in den vergangenen 24 Stunden 19 Menschen ums Leben. Regierungstruppen eroberten unterdessen die Stadt Awdeewka nördlich der Rebellenhochburg Donezk.

Wegen andauernder Gefechte nahe der Absturzstelle hat Russland der Ukraine eine grobe Verletzung einer UNO-Resolution vorgeworfen. Die Regierung in Kiew stoppe die Offensive der Armee in der Region nicht und verhindere damit den von den Vereinten Nationen geforderten Zugang von Ermittlern zum Wrack, sagte Aussenminister Sergej Lawrow am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge in Duschanbe (Tadschikistan).

Der Westen trage erhebliche Mitschuld an der Situation, weil er die ukrainische Führung zur Gewalt gegen das eigene Volk ermuntere, sagte Lawrow weiter.

SDA/ldc

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch