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Serbischer Seiltanz

Nun übernimmt Serbien den Vorsitz der OSZE. Als Makler in der Ukrainekrise ist das Land ungeeignet.

Wladimir Putin (l.) und Tomislav Nikolic Mitte Oktober in Belgrad. Foto: AP, Keystone
Wladimir Putin (l.) und Tomislav Nikolic Mitte Oktober in Belgrad. Foto: AP, Keystone

Wenn Tomislav Nikolic über Russland spricht, dann klingt es schnell pathetisch, seine Stimme bebt, sein Blick wird noch finsterer. Serbien und Russland verbinde «die ruhmreiche Geschichte, die Brüderlichkeit, die Sprache und die heroische Ehre», sagte der serbische Präsident Mitte Oktober, als Wladimir Putin Belgrad besuchte. Als Nikolic versuchte, seinen Amtskollegen auf Russisch zu begrüssen, rang er wegen mangelnder Sprachkenntnisse um Worte. Putin hielt sich sechs Stunden in der serbischen Hauptstadt auf – und während dieser kurzen Zeit wurde er von Nikolic neunmal geküsst.

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