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«Sie haben Angst vor Timoschenko»

Seit Tagen gehen in der Ukraine tausende Menschen für eine Annäherung an die EU auf die Strasse – die Polizei reagiert mit Härte. Osteuropa-Expertin Sabine Fischer erklärt, was die Lage so dramatisch macht.

Rund 200'000 Menschen demonstrieren für den proeuropäischen Weg: Laserlicht über den Pro-Europa-Demonstranten in Kiew. (15. Dezember 2013)
Rund 200'000 Menschen demonstrieren für den proeuropäischen Weg: Laserlicht über den Pro-Europa-Demonstranten in Kiew. (15. Dezember 2013)
Dmitry Lovetsky, Keystone
Erneuter «Marsch der Millionen» auf dem Maidan: Ein Demonstrant trägt zur Verteidigung einen Helm. (14. Dezember 2013)
Erneuter «Marsch der Millionen» auf dem Maidan: Ein Demonstrant trägt zur Verteidigung einen Helm. (14. Dezember 2013)
AFP
Allgegenwärtig: Demonstranten tragen eine Fahne, auf der die inhaftierte Ex-Premierministerin Julija Timoschenko abgebildet ist. (24. November 2013)
Allgegenwärtig: Demonstranten tragen eine Fahne, auf der die inhaftierte Ex-Premierministerin Julija Timoschenko abgebildet ist. (24. November 2013)
AP Photo
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Die ukrainische Führung hat die Vorbereitungen für das geplante Assoziierungsabkommen mit der EU abgebrochen, jetzt demonstrieren in Kiew schon seit einer Woche mehr als 100'000 Menschen gegen die Regierung. Wie ist die Situation zu bewerten? Auf aussenpolitischer Ebene hat sich gezeigt, dass die ukrainische Führung dem russischen Druck und auch den ökonomischen Angeboten aus Russland nicht standhalten konnte – oder dass das Alternativangebot der EU für die ukrainische Regierung nicht attraktiv genug war. Die Demonstrationen belegen, dass nach wie vor ein Teil der Gesellschaft die Integration nach Europa will. Die ukrainische Gesellschaft ist in dieser Hinsicht gespalten, mit einem stark nach Europa orientierten Westen und einem nach Russland strebenden Osten und Süden.

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