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Sie ist der Stern über Rom

Virginia Raggi vom Movimento Cinque Stelle gewinnt die erste Runde der Römer Gemeindewahl viel deutlicher als erwartet. Geht ihr jetzt nicht die Luft aus, wird sie Bürgermeisterin.

Will als Bürgermeisterin Rom seinen Glanz zurückgeben: Virginia Raggi. Foto: Tony Gentile (Reuters)
Will als Bürgermeisterin Rom seinen Glanz zurückgeben: Virginia Raggi. Foto: Tony Gentile (Reuters)

Es war weit nach Mitternacht, früher Montagmorgen schon, als Virginia Raggi vor die Medien trat. Das italienische Fernsehen zeigte zwar erst Hochrechnungen von den Gemeindewahlen, basierend auf wenig ausgezählten Stimmen – fünf Prozent, zehn Prozent. Doch das reichte der Kandidatin um Roms Bürgermeisteramt schon aus, um sich ihres Triumphs sicher zu sein. Und es wartete ja viel Medienvolk auf sie im Hauptquartier des Movimento Cinque Stelle, so viel wie nie zuvor: 145 Reporter, selbst ausländische, waren dabei. «Overbooking», nannte es der Pressebeauftragte, «überbucht». Aufregung und Müdigkeit waren so gross, die Ergriffenheit so fassbar, dass es Raggi dann beim Reden oft den Atem verschlug. «Ich bin bereit, Rom zu regieren», sagte sie und legte Pausen ein, als müsste sie sich auch ein bisschen selber überzeugen. «Wir wollen der Stadt ihren Glanz zurückgeben.» Der Wind drehe, die Zeit sei reif.

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