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«Die SVP ist nicht gemässigter als die FPÖ oder der Front National»

Parteienforscher Hanspeter Kriesi warnt vor Alarmismus nach dem Wahlerfolg der Rechtspopulisten in Österreich, zieht Vergleiche zur Schweiz und kritisiert die EU.

Die Rechtspopulisten setzen heute erfolgreich auf kulturelle Themen wie Migration und europäische Integration: Heinz-Christian Strache (links) und Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer von der österreichischen FPÖ. Foto: Christian Bruna (Keystone)
Die Rechtspopulisten setzen heute erfolgreich auf kulturelle Themen wie Migration und europäische Integration: Heinz-Christian Strache (links) und Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer von der österreichischen FPÖ. Foto: Christian Bruna (Keystone)

In Österreich triumphierte der rechtsradikale FPÖ-Kandidat, in Spanien misslang die Bildung einer Regierung. Sind die staatstragenden Volksparteien am Ende?

Man muss diese Fälle einzeln betrachten. In Österreich fand eine Präsidentschaftswahl statt, und das ist keine entscheidende Wahl. Bei weniger wichtigen Wahlen legt der Bürger oft eine Proteststimme ein. Dazu war absehbar, dass die Grossparteien SPÖ und ÖVP, die bei den Nationalratswahlen 2013 noch 51 Prozent der Stimmen erhielten, zum letzten Mal ihre Grosse Koalition machen konnten. Jetzt wurden sie radikal abgestraft.

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