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«Sie sieht viel weniger scharf aus als noch vor zwei Jahren»

Sechs isländische Parlamentarier haben in einer Bar Frauen, Behinderte und Homosexuelle übel beleidigt. Dabei geben sie sich sonst gerne als Vorreiter der Gleichberechtigung.

In einem Zeitungsessay forderte er vor drei Jahren «die Auslöschung gefährlicher Stereotype»: Islands früherer Aussenminister Gunnar Bragi Sveinsson.
In einem Zeitungsessay forderte er vor drei Jahren «die Auslöschung gefährlicher Stereotype»: Islands früherer Aussenminister Gunnar Bragi Sveinsson.
Prakash Singh, AFP

Island, die Insel der starken Frauen. Vorreiter im Kampf gegen Diskriminierung an allen Fronten. Erstes demokratisch ­gewähltes weibliches Staats­oberhaupt weltweit (1980). Erste offen lesbische Premierministerin (2009). Und mittendrin: die Männer Islands, Pioniere der Gleichberechtigung. Der ehemalige Aussenminister Gunnar Bragi Sveinsson zum Beispiel. «Warum liegt den Männern in Island nur so viel an der Gleichberechtigung?», fragte er vor drei Jahren in einem Essay für den britischen «Guardian». Dringend geboten, schrieb Sveinsson, seien ein «Wandel der Einstellungen, des Verhaltens und die Auslöschung gefährlicher Stereotype» bei jedem Einzelnen. Wenn das isländische Beispiel eines zeige, dann dies: «Wir Männer sind nicht nur Teil des Problems, wir sind auch Teil seiner Lösung.»

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