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«Sie versucht, ihre Rolle herunterzuspielen»

Das lange Schweigen hat ein Ende: Die Terroristin Beate Zschäpe hat beim NSU-Prozess heute erstmals ausgesagt – das sind ihre Motive.

Beate Zschäpe im Münchner Gerichtssaal. (09. Dezember 2015)
Beate Zschäpe im Münchner Gerichtssaal. (09. Dezember 2015)
Michael Dalder, Reuters

Was ist von der heutigen Aussage der Angeklagten Beate Zschäpe zu halten?

Sie versucht mit ihrer Aussage, die von einem ihrer insgesamt fünf Anwälte verlesen wurde, ihre Mittäterschaft herunterzuspielen - das geht so weit, dass sie sogar bestreitet, überhaupt Mitglied bei der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund gewesen zu sein. Ausserdem will sie den Vorwurf der schweren Brandstiftung in Tateinheit mit Mordversuch entkräften. Die letzte konspirative Wohnung, welche die Neonazi-Terrorgruppe in Zwickau gemietet hatte, wurde von Zschäpe angezündet. Im selben Haus wohnte auch eine alte Frau, die sich kaum mehr bewegen konnte und fast verbrannt wäre. Die Angeklagte hat heute behauptet, vor der Brandstiftung durchs Haus gegangen zu sein. Sie habe sich vergewissern wollen, dass sich keine Bewohner mehr in dem Gebäude befinden. Die Zeugenaussagen zu diesem Punkt sind aber widersprüchlich.

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