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«Die Türkei wird bereuen, was sie getan hat»

Wladimir Putin droht der Türkei. In seiner Rede an die Nation sagte er, Russland werde den Kampfjetabschuss «niemals vergessen».

«Eine besondere Gefahr geht heute von den Kämpfern aus, die sich in Syrien angesammelt haben»: Putin bei seiner Rede im Kreml. (03. Dezember 2015)
«Eine besondere Gefahr geht heute von den Kämpfern aus, die sich in Syrien angesammelt haben»: Putin bei seiner Rede im Kreml. (03. Dezember 2015)
Sergei Ilnitsky, Keystone
Er fordert die internationale Gemeinschaft dazu auf, eine breite Front gegen den Terrorismus zu bilden.
Er fordert die internationale Gemeinschaft dazu auf, eine breite Front gegen den Terrorismus zu bilden.
Sergei Ilnitsky, AFP
Der Abschuss eines russischen Flugzeugs durch die Türkei  sei ein «heimtückisches Kriegsverbrechen».
Der Abschuss eines russischen Flugzeugs durch die Türkei sei ein «heimtückisches Kriegsverbrechen».
Kirill Kurdyavtsev, AFP
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Russlands Präsident Wladimir Putin hat den Ton im Streit mit der Türkei deutlich verschärft. Die türkische Führung werde den Abschuss eines russischen Kampfjets noch «mehr als einmal» bereuen, sagte Putin zum Auftakt seiner alljährlichen Rede zur Lage der Nation.

«Wir werden diese Komplizenschaft mit Terroristen niemals vergessen», sagte Putin am Donnerstag vor Abgeordneten, Ministern und Gouverneuren. «Wir haben Verrat immer als eine der niedrigsten Taten betrachtet. Lasst jene in der Türkei, die unseren Piloten in den Rücken geschossen haben, dies wissen.»

«Vielleicht weiss nur Allah, warum sie das gemacht haben»

Die türkische Führung werde den Abschuss des russischen Kampfjets noch bereuen. «Vielleicht weiss nur Allah, warum sie das gemacht haben. Allah beschloss, die regierende Clique in der Türkei zu bestrafen, und hat sie um den Verstand gebracht», sagte er.

«Wir wissen, was getan werden muss»: Ausschnitte aus Putins Rede an die Nation im Video. (Quelle: Reuters)

Der russische Präsident warf erneut der türkischen Führung in scharfen Worten die Unterstützung von Terroristen vor. «Wir wissen, wer jetzt in der Türkei den Terroristen hilft, sich zu bereichern, indem das gestohlene Erdöl verkauft wird», so Putin. Das türkische Volk sei fleissig, aber das «Regime» in Ankara sei «verräterisch».

Russland werde nicht ignorieren, dass die türkische Regierung Terroristen beistehe, fügte er hinzu. Wer glaube, dass sich die Massnahmen gegen die Türkei auf Handelssanktionen beschränkten, irre sich.

Davutoglu: Vergleich mit Sowjet-Propaganda

Die Beziehungen zwischen den Regierungen in Ankara und Moskau sind durch den Abschuss eines russischen Jets durch die türkische Luftwaffe im Grenzgebiet zu Syrien vor einer Woche erheblich belastet. Die russische Maschine verletzte nach türkischer Darstellung den Luftraum.

Russland hat dagegen erklärt, das Flugzeug sei nur in Syrien geflogen. Putin verlangt eine Entschuldigung der Türkei, die diese bislang ablehnt.

Inzwischen hat Russland Wirtschaftssanktionen gegen das NATO-Land erlassen und wirft dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und seiner Familie vor, von illegalen Ölgeschäften mit der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu profitieren.

«Prawda-Lügen»

Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu warf Russland am Donnerstag vor, Propaganda wie zu Sowjetzeiten zu betreiben. «Es gab in der Ära des Kalten Krieges eine sowjetische Propagandamaschine», sagte er.

Damals sei von «Prawda-Lügen» gesprochen worden, sagte er mit Blick auf die offizielle Zeitung der Kommunistischen Partei der Sowjetunion. Heute kehre Russland zu den sowjetischen Methoden zurück, doch glaube niemand der Propagandamaschine, sagte Davutoglu.

AFP/woz

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