Snowden darf länger in Russland bleiben

Der Kreml hat die Aufenthaltserlaubnis von Edward Snowden verlängert. Der US-Whistleblower erhält Asyl in Russland bis 2019.

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Die Sprecherin des Aussenministeriums Maria Sacharowa bestätigte heute auf ihrer Facebook-Seite, dass die Aufenthaltsgenehmigung von Edward Snowden um zwei Jahre verlängert wurde. Eine weitere Stellungnahme lehnte der Kreml ab. Die bisherige Aufenthaltserlaubnis des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters war bis August 2017 gültig.

Snowden hatte die Überwachungspraktiken des US-Geheimdienstes NSA öffentlich gemacht. Er lebt nach einer abenteuerlichen Flucht seit Juni 2013 an einem geheimen Ort in Russland. Die USA fordern seine Auslieferung wegen Geheimnisverrats. Russland lehnt jedoch eine Abschiebung ab. Dem 33-Jährigen droht in seiner ursprünglichen Heimat eine Haftstrafe.

Russischer Jurist als Fürsprecher

Unmittelbar nach dem Wahlsieg von Donald Trump hatte Snowdens Anwalt, Anatoli Kutscherena, betont, dass sich Moskau auch nach einer möglichen Verbesserung der russisch-amerikanischen Beziehungen nicht auf eine Abschiebung einlassen werde. Der dem Kreml nahe stehende Jurist sagte, die Aufenthaltsgenehmigung sei «rechtlich nicht zu beanstanden». (fal/sda)

Erstellt: 18.01.2017, 11:40 Uhr

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