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So historisch ist Johnsons Wahltriumph

Die Tories gewannen die Parlamentswahlen klar. Ein Vergleich der Sieger bei den letzten acht Wahlen.

Bei den britischen Parlamentswahlen haben die Tories die absolute Mehrheit errungen. 364 von 649 ausgezählten Wahlkreisen gingen an die Tories (ein Wahlkreis fehlt noch). Das bedeutet, dass der amtierende Premier Boris Johnson das beste Wahlergebnis für die Tories seit Margaret Thatcher erzielte. Die «Eiserne Lady» kam 1987 auf 376 Sitze. Nach der Ära Thatcher gewannen die Konservativen weitere Wahlen: mit 336 Sitzen unter John Major (1992), 306 Sitzen (2010) und 330 Sitzen (2015) unter David Cameron und vor der gestrigen Wahl im Jahr 2017 mit 317 Sitzen unter Theresa May.

Mit ihrem Wahlsieg knüpfen die Konservativen an ihre Hochphase in den 1980er-Jahren an. Wenn sie den noch offenen Sitz in St Ives holen, wovon die Prognosen ausgehen, würde das Tory-Ergebnis mit dem drittbesten der Nachkriegsgeschichte gleichauf liegen: 365 Sitze im Jahr 1959.

Der Erfolgreichste war Tony Blair

Gegenteilig ist der Trend bei der einst stolzen Arbeiterpartei von Jeremy Corbyn. Bei der jüngsten Parlamentswahl war sie die grosse Verliererin. Mit nur 203 Abgeordneten im künftigen Parlament machte Labour das schlechteste Ergebnis seit 1935. Die letzte sehr erfolgreiche Phase der Sozialdemokraten geht auf die 1990er- und 2000er-Jahre zurück. Labour gewann in dieser Zeit dreimal die Parlamentswahlen: 1997 mit 418 Sitzen, 2001 mit 412 Sitzen sowie 2005 mit 356 Sitzen. Tony Blair war von 1997 bis 2007 Premier von Grossbritannien, ihm folgte für drei Jahre Gordon Brown. Seit 2010 regieren die Tories.

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