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So tickt der AfD-Wähler

Männlich, unzufrieden, arbeitslos: Daten zeigen, von wem die rechtspopulistische Partei ihre Stimmen erhalten hat.

Die Partei ist bei Männern beliebter als bei Frauen: Ein AfD-Unterstützer jubelt bei der Bekanntgabe der Ergebnisse. (13. März 2016)
Die Partei ist bei Männern beliebter als bei Frauen: Ein AfD-Unterstützer jubelt bei der Bekanntgabe der Ergebnisse. (13. März 2016)
AFP

Die rechtspopulistische Partei «Alternative für Deutschland» ist die grosse Wahlsiegerin: Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt hat die AfD überall mit zweistelligen Ergebnissen den Einzug in die Landesparlamente geschafft.

Eine Analyse, die von ARD in Auftrag gegeben wurde, zeigt:

  • Zwei Drittel der AfD-Wähler wählten die Partei nicht aus Überzeugung, sondern aus Enttäuschung von anderen Parteien. Sie sind allgemein unzufrieden, wie die Demokratie funktioniert.
  • Grosse Unterstützung hat die Partei von den Arbeitslosen, jedoch auch von Arbeitern. So sind beispielsweise 32 Prozent der AfD-Wähler in Baden-Württemberg arbeitslos. Am wenigsten können sich Rentner mit der Partei anfreunden.
  • Die AfD ist bei Männern beliebter als bei Frauen. In Baden-Württemberg und Rheinlandpfalz betrug der Unterschied zwischen den Geschlechtern sechs Prozentpunkte, in Sachsen-Anhalt gar noch mehr, rechnet die «Frankfurter Allgemeine» vor.
  • Die AfD konnte mit Abstand am meisten Nichtwähler mobilisieren.
  • Personen im jungen bis mittleren Alter machen den grössten AfD-Wähleranteil aus.
  • Die AfD konnte von der Flüchtlingskrise profitieren. Über 90 Prozent der AfD-Wähler gaben an, dass sie Sorgen wegen des Flüchtlingszuzugs haben. Sie befürchten, dass der Islam zu stark wird oder die Kriminalität in Deutschland ansteigen wird.

Die Landtagswahlen in Bildern:

Betrübt: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) muss starke Stimmverluste an die rechtskonservative «Alternative für Deutschland» (AfD) hinnehmen. Die Partei sitzt nun in 8 der 16 Landtage. (14. März 2016)
Betrübt: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) muss starke Stimmverluste an die rechtskonservative «Alternative für Deutschland» (AfD) hinnehmen. Die Partei sitzt nun in 8 der 16 Landtage. (14. März 2016)
Fabrizio Bensch, Reuters
Die Siegerin: AfD-Präsidentin Frauke Petry spricht in Berlin. Die erst 2013 gegründete AfD wurde in Sachsen-Anhalt mit weit über 20 Prozent zweitstärkste Partei. Auch in Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz kam sie auf zweistellige Ergebnisse.
Die Siegerin: AfD-Präsidentin Frauke Petry spricht in Berlin. Die erst 2013 gegründete AfD wurde in Sachsen-Anhalt mit weit über 20 Prozent zweitstärkste Partei. Auch in Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz kam sie auf zweistellige Ergebnisse.
Getty Images/Karsten Koall
Eine Baden-Württembergerin in Kirnbach im Schwarzwald geht in traditioneller Tracht wählen.
Eine Baden-Württembergerin in Kirnbach im Schwarzwald geht in traditioneller Tracht wählen.
Patrick Seeger, Keystone
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