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«Solidarität» wird in Polen zum Fremdwort

Warschau stemmt sich gegen eine EU-Quotenregelung für Flüchtlinge. Seit der Zuspitzung der Krise beherrschen ängstliche und ablehnende Töne die Debatte.

Einwanderung als Randerscheinung: Polens Ministerpräsidentin Ewa Kopacz (bei einem Arbeitsbesuch in Spanien im Juli 2015). Foto: Andrea Comas (Reuters)
Einwanderung als Randerscheinung: Polens Ministerpräsidentin Ewa Kopacz (bei einem Arbeitsbesuch in Spanien im Juli 2015). Foto: Andrea Comas (Reuters)

Der Spätsommer ist in Polen traditionell eine Zeit, in der die Republik ihre Freiheit feiert und vor allem die Solidarität ihrer Bürger. Am 31. August 1980 hatte Solidarnosc die Zulassung freier Gewerkschaften erkämpft und den Weg zu den friedlichen Revolutionen von 1989 geebnet. 35 Jahre später scheint «Solidarität» in Polen allerdings ein Fremdwort geworden zu sein – jedenfalls dann, wenn es um die Aufnahme von Flüchtlingen geht, die derzeit zu Hunderttausenden einen Weg in die EU suchen.

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