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«Sollte die EU zerfallen, müssten wir uns sofort etwas Neues bauen»

Die liberale EU-Abgeordnete Sylvie Goulard fordert eine Vertiefung und Demokratisierung der EU. Mehr Sorgen als die Rechtspopulisten machen ihr derzeit aber andere.

«Ich halte Politiker wie David Cameron für sehr gefährlich. Er spielt wegen kurzfristiger Interessen mit dem Feuer», sagt Sylvie Goulard, liberale EU-Parlamentarierin aus Frankreich. «Wir sollten den Menschen klar machen, dass wir die EU stärken müssen.»
«Ich halte Politiker wie David Cameron für sehr gefährlich. Er spielt wegen kurzfristiger Interessen mit dem Feuer», sagt Sylvie Goulard, liberale EU-Parlamentarierin aus Frankreich. «Wir sollten den Menschen klar machen, dass wir die EU stärken müssen.»
Suzanne Rensink
Der britische Premier David Cameron verärgert seine EU-Partner, weil er die Personenfreizügigkeit in der EU in Frage stellt, indem er Massnahmen gegen angebliche Masseneinwanderungen fordert. In Grossbritannien gibt es die Befürchtung, ab dem 1. Januar 2014 ein besonders beliebtes Ziel der Migranten aus Rumänen und Bulgaren zu werden.
Der britische Premier David Cameron verärgert seine EU-Partner, weil er die Personenfreizügigkeit in der EU in Frage stellt, indem er Massnahmen gegen angebliche Masseneinwanderungen fordert. In Grossbritannien gibt es die Befürchtung, ab dem 1. Januar 2014 ein besonders beliebtes Ziel der Migranten aus Rumänen und Bulgaren zu werden.
Keystone
Die EU steht vor einem Jahr mit wichtigen personellen Entscheiden: Nach der Europawahl 2014 wird das Europäische Parlament erstmalig wie im Vertrag von Lissabon vorgesehen die Präsidentin oder den Präsidenten der Europäischen Kommission wählen. Bild: Das Berlaymont-Gebäude in Brüssel, wo die EU-Kommission ihren Sitz hat.
Die EU steht vor einem Jahr mit wichtigen personellen Entscheiden: Nach der Europawahl 2014 wird das Europäische Parlament erstmalig wie im Vertrag von Lissabon vorgesehen die Präsidentin oder den Präsidenten der Europäischen Kommission wählen. Bild: Das Berlaymont-Gebäude in Brüssel, wo die EU-Kommission ihren Sitz hat.
Keystone
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Es kommt selten vor, dass sich Zentralbankchefs zu politischen Fragen äussern. Das gilt im Besonderen für den Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB). Umso bemerkenswerter war der Auftritt von EZB-Präsident Mario Draghi kurz vor Weihnachten, um vor den «Populisten» zu warnen, die sich die Zerstörung der EU und des Euro auf die Fahnen geschrieben hätten. In einem seiner seltenen Interviews sagte Draghi: «Die populistischen Thesen sind nicht haltbar. Der Euro ist und bleibt ein Erfolg. Er ist die Währung der Zukunft.»

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