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Spanien versenkt 200 Millionen Euro

Der Bau von vier U-Booten ist das teuerste Projekt der spanischen Rüstungsindustrie. Und es wird noch teurer: Ein Planungsfehler kostet die Werft des kriselnden Staates jetzt 200 Millionen Euro.

Zu schwer: Wegen eines Planungsfehlers kostet der Bau von vier U-Booten in der staatlichen Werft Navantia 200 Millionen Euro mehr.
Zu schwer: Wegen eines Planungsfehlers kostet der Bau von vier U-Booten in der staatlichen Werft Navantia 200 Millionen Euro mehr.
Screenshot navantia.es

Spanien will nach Informationen der Zeitung «El País» im kommenden Jahr 200 Millionen Euro ausgeben, um vier zu schwer geratenen U-Booten eine Schlankheitskur zu verpassen. Die in Bau befindlichen U-Boote der Serie S-80 weisen infolge eines Planungsfehlers ein Übergewicht von 120 Tonnen auf, was das Auftauchen erschwert.

Es sei nicht absehbar, welche Kosten die Behebung des Problems insgesamt verursachen werde, berichtete das Blatt. Der Bau von vier U-Booten dieses Typs in der staatlichen Werft Navantia ist das teuerste Projekt der spanischen Rüstungsindustrie. Die Kosten werden auf 2,1 Milliarden Euro beziffert, dürften aber unter dem Strich deutlich höher ausfallen.

«Das Vorhaben droht zum grössten Fiasko der Militärindustrie in Spanien zu werden», schreibt das Blatt. Um das Problem des Übergewichts zu beheben, werde nun erwogen, den Rumpf um sieben bis zehn Meter zu verlängern, um den U-Booten mehr Auftrieb zu geben. Dies dürfte um eine weitere Verzögerung des Vorhabens bedeuten, das bereits mehrere Jahre hinter den ursprünglichen Planungen zurückliegt.

SDA/ami

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