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Spanier zogen bisher 220 Milliarden Euro von den Banken ab

In der Schuldenkrise nehmen die Spanier das Geld von ihren Konten. Ein Ende der Geldabflüsse ist nicht abzusehen.

Trauen den eigenen Banken nicht mehr: Madrilenen demonstrieren gegen die Sparpläne der Regierung. (25. September 2012)
Trauen den eigenen Banken nicht mehr: Madrilenen demonstrieren gegen die Sparpläne der Regierung. (25. September 2012)
Keystone

In Spanien nehmen Bankkunden wegen der Schuldenkrise weiter Geld von ihren Konten. Laut einer heute veröffentlichten Statistik der Europäischen Zentralbank (EZB) verringerten spanische Privatkunden und Unternehmen auch im August ihre Guthaben.

Den Angaben zufolge schmolzen die Einlagen bei den Banken des Landes um etwa 17,2 Milliarden Euro auf rund 1,492 Billionen Euro. Im Vergleich zum Vormonat schwächten sich die Abflüsse von spanischen Bankkonten aber deutlich ab. Die EZB hatte für Juli noch einen massiven Rückgang um etwa 74 Milliarden Euro gemeldet.

220 Milliarden Euro weniger Einlagen

In den vergangenen zwölf Monaten sorgte die Schuldenkrise laut der EZB-Statistik bei den Einlagen spanischer Geldhäuser mittlerweile für einen Einbruch um fast 220 Milliarden Euro.

Im Verlauf des Jahres hatte sich die Bankenkrise in Spanien stark zugespitzt und das Euroland musste internationale Finanzhilfen zur Sanierung der angeschlagenen Geldhäuser beantragen. Spanien wird zur Rettung maroder Banken allerdings nur einen Teil der von der EU zugesagten Hilfen benötigen.

Rückgang auch in Griechenland

Auch bei den Banken in Griechenland meldete die EZB einen Rückgang der Einlagen, nachdem sich in dem schwer angeschlagenen Euroland die Situation zuletzt noch etwas entspannt hatte. Im August betrugen die Einlagen den Angaben zufolge 158,7 Milliarden Euro nach 159,4 Milliarden Euro im Vormonat.

Eine Besserung zeigte sich hingegen bei den Bankeinlagen in Italien. Die drittgrösste Volkswirtschaft der Eurozone leidet ebenfalls unter den Folgen der Schuldenkrise. Allerdings stiegen die Bankeinlagen hier im August laut EZB um 1,3 Milliarden Euro auf 1,436 Billionen Euro.

(SDA)

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