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Starker Mann, gekränkter Stolz

Der Weg Wladimir Putins ist geprägt von einem Gefühl mangelnder Anerkennung. Als KGB-Offizier fühlt er sich von Moskau verlassen. Als Präsident wirbt er um Europa – und wird enttäuscht.

Putin bei der Stimmabgabe für die Parlamentswahl im Dezember 1999 in Moskau. Foto: Oleg Nikishin (Hulton Archive, Getty Images)
Putin bei der Stimmabgabe für die Parlamentswahl im Dezember 1999 in Moskau. Foto: Oleg Nikishin (Hulton Archive, Getty Images)

Im September 2001 kommt Putin nach Berlin. Am Rednerpult im Bundestag wirkt er schüchtern, zieht sein Jackett zurecht und spricht dann die meiste Zeit auf Deutsch. Vieles, was er dort sagt, hören die Abgeordneten gerne. Das «starke Herz Russlands» sei offen für eine echte Partnerschaft mit Europa. Das «europäische Haus» wolle man von nun an gemeinsam bauen.

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