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«Steinbrück bedient Neidreflexe»

In Deutschland plant Kanzlerkandidat Steinbrück die Erhöhung des Spitzensteuersatzes auf 49 Prozent und eine Vermögensteuer. Das stösst auf heftige Kritik von Wirtschaftsvertretern.

«Der Staat hat ein Ausgaben-, kein Einnahmeproblem», sagt ein Kritiker zu seinen Steuerplänen: Peer Steinbrück in Berlin. (12. Dezember 2012)
«Der Staat hat ein Ausgaben-, kein Einnahmeproblem», sagt ein Kritiker zu seinen Steuerplänen: Peer Steinbrück in Berlin. (12. Dezember 2012)
AFP

Aus der deutschen Wirtschaft kommt Kritik an den Steuerplänen von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, sagte heute Dienstag «Spiegel Online»: «In Zeiten von Steuereinnahmen auf Rekordniveau halte ich es für völlig falsch, über Steuererhöhungen nachzudenken.»

Der Staat habe ein Ausgaben-, kein Einnahmeproblem. Eine Vermögensteuer und ein höherer Spitzensteuersatz würden das Eigenkapital gerade mittelständischer Unternehmen belasten, warnte er.

«Wachstumsfeindliche Politik»

Die SPD will die Vermögensteuer wieder erheben, was jährlich zehn Milliarden Euro in die Staatskasse spülen soll. Zudem soll unter anderem der Spitzensteuersatz auf 49 Prozent steigen.

Die neue Chefin des Verbands der «Jungen Unternehmer», Lencke Wischhusen, warnte ebenfalls vor solchen Überlegungen. «Steinbrück bedient Neidreflexe, indem er die Besteuerung von Vermögen und Personenunternehmen ganz oben auf die Agenda setzt», sagte sie dem Portal. Diese «wachstumsfeindliche Politik» nehme aber Unternehmen die Möglichkeit, zu investieren, Eigenkapital aufzubauen und so langfristig Arbeitsplätze zu schaffen.

(dapd)

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