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«Strassburger Kommando» plante Anschlag am 1. Dezember

Der Pariser Staatsanwalt hat über die Festnahme von fünf Terrorverdächtigen informiert. Sie hätten «innerhalb kurzer Zeit» einen Anschlag verüben wollen.

Die Terroristen wollten «innerhalb kurzer Zeit» angreifen: François Molins vor den Medien in Paris. (25. November 2016)
Die Terroristen wollten «innerhalb kurzer Zeit» angreifen: François Molins vor den Medien in Paris. (25. November 2016)
Thibault Camus/AP, Keystone

Fünf kürzlich in Frankreich festgenommene Terrorverdächtige haben bereits in der kommenden Woche einen Anschlag verüben wollen. Der Terrorakt sei für den 1. Dezember geplant gewesen, sagte der Pariser Staatsanwalt François Molins am Freitag vor Reportern.

Ermittler seien aber noch dabei, aus einer Reihe möglicher Anschlagsziele das von den Männern ausgewählte herauszufinden. Alle fünf hätten ihre Befehle von einem Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat aus dem Irak oder Syrien erhalten.

«Klarer Wille» zum Angriff

Vier der Verdächtigen waren am Sonntag in Strassburg, ein fünfter in Marseille gefasst worden. Die Anschlagspläne für den 1. Dezember habe das «Strassburger Kommando» gehegt, sagte Molins weiter.

Sie seien von einem IS-Mitglied aus der Ferne angeleitet worden. Ermittler fanden entsprechende GPS-Koordinaten auf einem USB-Stick, der einem der Verdächtigen gehört. Zudem besassen sie Molins Worten zufolge einen «klaren Willen», Anschlagsziele zu finden und «innerhalb kurzer Zeit» auch anzugreifen.

Langwierige Ermittlungen zahlten sich aus

Die vier in Strassburg aufgeflogenen Männer seien langjährige Freunde, die sich regelmässig getroffen und über ein geschlossenes Telefonnetzwerk kommuniziert hätten, so Molins weiter. Mit dem fünften Verdächtigen aus Marseille hätten sie keinen Kontakt gehabt.

Die fünf waren nach langwierigen Ermittlungen gefasst worden. Sie sollten am Freitag einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Staatsanwaltschaft beantragte, dass ihnen Mitgliedschaft in einer kriminellen, terroristischen Organisation vorgeworfen wird und sie hinter Gitter bleiben.

Frankreich, Tunesien, Marokko

Seit den Terroranschlägen vom 13. November 2015 in Paris mit 130 Toten befindet sich Frankreich im Ausnahmezustand. Zwei der vier in Strassburg gefassten Verdächtigen sind Franzosen, ein weiterer Halbtunesier und der vierte Halbmarokkaner. Der in Marseille festgenommene Mann stammt aus Marokko.

SDA/mch

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