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Thatcher-Gegner protestieren gegen pompöses Begräbnis

Am Trafalgar Square in London haben sich Hunderte Ex-Minenarbeiter, Linke und Studenten versammelt. Sie demonstrieren gegen die teure Beerdigung, die für die verstorbene Margaret Thatcher geplant ist.

Wut auf die eiserne Lady: Ein als Margaret Thatcher verkleideter Demonstrant in London. (13. April 2013)
Wut auf die eiserne Lady: Ein als Margaret Thatcher verkleideter Demonstrant in London. (13. April 2013)
Keystone

Hunderte Gegner der verstorbenen britischen Ex-Premierministerin Margaret Thatcher haben sich am Samstagabend in der Londoner Innenstadt versammelt. Zu dem von einem hohen Aufgebot an Sicherheitskräften begleiteten Protest am Trafalgar Square kamen trotz Regens neben ehemaligen Minenarbeitern, die in den 80-er Jahren gegen die Politik der eisernen Lady gestreikt hatten, auch Linken-Aktivisten und Studenten. Zu der Versammlung in der britischen Hauptstadt war über soziale Netzwerke aufgerufen worden.

Die Demonstranten wandten sich unter anderem gegen die geplanten teuren Trauerfeierlichkeiten für die ehemalige Regierungschefin. Dafür würden «Millionen öffentlicher Gelder» ausgegeben, während zugleich die Sozialausgaben gekürzt würden, kritisierte die aus Schottland stammende Künstlerin Sigrid Holmwood. Zu dem Begräbnis am Mittwoch werden 2000 Gäste aus aller Welt erwartet. Offiziell handelt es sich bei dem Begräbnis nicht um ein Staatsbegräbnis, allerdings fällt dieses so pompös aus wie keines mehr seit der Beerdigung von Winston Churchill.

Thatcher, die am Montag im Alter von 87 Jahren gestorben war, ist in ihrem Heimatland bis heute extrem umstritten. Die konservative Politikerin setzte in ihrer Amtszeit von 1979 bis 1990 gegen den Widerstand der Gewerkschaften einen rigiden Reformkurs durch, der unter anderem die Privatisierung von Staatsbetrieben und die Senkung der Staatsausgaben beinhaltete.

AFP/fko

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