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Tritt Snowden heute erstmals öffentlich auf?

Treffen auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo: Der Informant in der NSA-Affäre, Edward Snowden, soll heute Nachmittag mit Vertretern mehrerer NGOs sowie Russlands und der UNO zusammentreffen.

Edward Snowden hält sich offenbar immer noch im Transitbereich auf: Eine Person (l.) steht am Flughafen Scheremetjewo in Moskau. Rechts eine angedockte Aeroflot-Maschine. (9. Juli 2013)
Edward Snowden hält sich offenbar immer noch im Transitbereich auf: Eine Person (l.) steht am Flughafen Scheremetjewo in Moskau. Rechts eine angedockte Aeroflot-Maschine. (9. Juli 2013)
Keystone

Der Chef der Russland-Abteilung der Menschenrechtsorganisation Amnesty International, Sergej Nikitin, hat ein Treffen mit dem US-Spionage-Enthüller Edward Snowden angekündigt. Er werde den US-Bürger Snowden noch heute Freitag treffen, sagte Nikitin der Nachrichtenagentur AP. Wo das Treffen stattfinden würde, wollte er nicht sagen. Möglicherweise ist ein erneutes Asylgesuch Snowdens an Russland der Grund für das Treffen.

Russische Nachrichtenagenturen berichteten, Snowden habe mehrere Organisationen, darunter die Anti-Korruptions-Organisation Transparency International und die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch, aufgerufen, sich am Freitag mit ihm auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo zu treffen. Dort soll sich Snowden seit seiner Ankunft aus Hongkong am 23. Juni aufhalten.

Der Chef des Moskauer Anwaltverbandes, Genri Resnik, sagte der Nachrichtenagentur Interfax, auch er sei zu dem Treffen eingeladen worden und wolle versuchen, daran teilzunehmen. Seinen Angaben zufolge sollte das Treffen um 14.30 Uhr Schweizer Zeit am Flughafen stattfinden.

Lateinamerikanische Staaten bieten Asyl an

Snowden wird von den US-Behörden wegen seiner Enthüllung von Überwachungsprogrammen des US-Geheimdienstes NSA gesucht. Der 30-Jährige hat in mehreren Ländern Asyl beantragt. Venezuela, Nicaragua und Bolivien haben ihre Bereitschaft erklärt, Snowden Asyl zu gewähren. Allerdings bleibt nach wie vor unklar, ob Snowden von Moskau in eines dieser lateinamerikanischen Länder reisen könnte, ohne den Flugraum der USA oder ihrer Verbündeter zu durchfliegen.

Anwalt Resnik vermutete, dass Snowden das Treffen am Freitag angesetzt haben könnte, um sich erneut um Asyl in Russland zu bemühen. Der Spionage-Enthüller hatte bereits Asyl in dem Land beantragt, seinen Antrag dann aber nach Angaben russischer Behörden zurückgezogen. Grund war die Ankündigung des russischen Präsidenten Wladimir Putin, dass Snowden als Bedingung für Asyl mit der Enthüllung von US-Geheimnissen aufhören müsse.

AP/rub

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