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Trump legt Merkel «empörende» Rechnung vor

Deutschland soll mehr für die Verteidigung ausgeben, fordert der US-Präsident. Während seines Treffens mit der deutschen Kanzlerin legten die Amerikaner konkrete Zahlen vor.

375 Milliarden Dollar – plus Zinsen: Kanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump an ihrem Treffen in Washington, D.C. (17. März 2017)
375 Milliarden Dollar – plus Zinsen: Kanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump an ihrem Treffen in Washington, D.C. (17. März 2017)
Brendan Smialowski, AFP
Beantwortet Fragen der Journalisten: Donald Trump an der Pressekonferenz in Washington. «Sie sollten nicht mit mir reden, Sie sollten mit Fox reden», sagte er auf die Frage, ob er nach wie vor an der Aussage festhalte, Barack Obama habe ihn abgehört. (17. März 2017)
Beantwortet Fragen der Journalisten: Donald Trump an der Pressekonferenz in Washington. «Sie sollten nicht mit mir reden, Sie sollten mit Fox reden», sagte er auf die Frage, ob er nach wie vor an der Aussage festhalte, Barack Obama habe ihn abgehört. (17. März 2017)
AP Photo/Evan Vucci
Staatskarosse: Merkels Limousine kommt beim Weissen Haus an. (17. März 2017)
Staatskarosse: Merkels Limousine kommt beim Weissen Haus an. (17. März 2017)
Keystone
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Schon als Präsidentschaftskandidat hatte Donald Trump angekündigt, er werde dafür sorgen, dass die Nato-Verbündeten sich gebührend am US-Schutz beteiligten. Deutschland steht dabei weit oben auf der schwarzen Liste der angeblichen Schmarotzer.

Mitarbeiter des Präsidenten legten der deutschen Delegation am Rande des Treffens zwischen Donald Trump und Angela Merkel eine Rechung über 375 Milliarden Dollar vor. Laut der «Sunday Times» hätten die Amerikaner gesagt, das schulde Deutschland der Nato.

Bei der Summe handelt es sich um die seit dem Jahr 2002 aufgelaufene Diskrepanz zwischen den tatsächlichen deutschen Militärausgaben und den versprochenen Beträgen. Inklusive Zinsen.

Merkel reagiert zurückhaltend

Im Jahr 2002 hatte die damalige Regierung Schröder angekündigt, sie schliesse sich dem Nato-Ziel an, das Verteidigungs-Budget auf 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) hochzufahren. Den Worten folgten jedoch aus Sicht der neuen US-Regierung keine Taten. Deutschland wendet auch heute noch deutlich weniger für diesen Posten auf.

Zum Eklat hat die gesalzene Rechnung vordergründig nicht geführt. Merkel hat die Provokation des Trump-Teams einfach ignoriert, berichtet die «Sunday Times». Ein nicht namentlich genannter deutscher Minister habe die Rechnung jedoch als «empörend» eingestuft.

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