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Tsipras’ Sieg für die Würde

Mit seinem Sieg beim Referendum hat Griechenlands Regierungschef einen Triumph errungen. Eine Mehrheit hat seinen Versprechen geglaubt – Brüssels Warnungen zum Trotz.

Von Mike Szymanski und Christiane Schlötzer, Athen
Anhänger von Premier Tsipras feiern in Athen das deutliche «Nein» gegen die Sparvorschläge der europäischen Partner.
Anhänger von Premier Tsipras feiern in Athen das deutliche «Nein» gegen die Sparvorschläge der europäischen Partner.
Emilio Morenatti, Keystone

Alexis Tsipras schickt seinen Gesundheitsminister Panagiotis Kouroumplis vor. In gewisser Weise fällt dieses Ergebnis ja auch in seine Zuständigkeit. Kouroumplis sagt: «Ich glaube nicht, dass die Demokratie heute Abend gestorben ist.» Vor anderthalb Stunden haben die Stimmlokale in Griechenland geschlossen, nun steht hier ein überraschendes Ergebnis: Nach Auszählung von gut 30 Prozent der Stimmen scheint eine klare Mehrheit der Griechen gegen ein neues Sparprogramm der EU zu sein. Tsipras sitzt drinnen in seinem Regierungssitz, und jetzt geht die Arbeit erst richtig für ihn los. Mit ihm wollte in Brüssel und Berlin ja schon keiner mehr verhandeln. Jetzt erklärt der Gesundheitsminister, das Votum der Bürger habe Tsipras viel Macht und Verantwortung gegeben.

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