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«Tsipras kann nun den Griechen sagen, dass man ihn ernst nimmt»

Griechenland steht wieder mal kurz vor der Staatspleite. Was das neuste Krisentreffen in Brüssel gebracht hat, sagt Korrespondent Stephan Israel.

Mit Stephan Israel sprach Vincenzo Capodici
«Wir sind optimistischer nach den Beratungen», sagte Griechenlands Premier Alexis Tsipras nach dem Sondertreffen in Brüssel. «Alle Seiten haben versucht, das Beste zu tun und die Probleme der griechischen Wirtschaft zu lösen.»
«Wir sind optimistischer nach den Beratungen», sagte Griechenlands Premier Alexis Tsipras nach dem Sondertreffen in Brüssel. «Alle Seiten haben versucht, das Beste zu tun und die Probleme der griechischen Wirtschaft zu lösen.»
AFP
«Wir wollen, dass Griechenland Mitglied der Eurozone ist und Mitglied der Eurozone bleibt», sagte der französische Staatspräsident François Hollande.
«Wir wollen, dass Griechenland Mitglied der Eurozone ist und Mitglied der Eurozone bleibt», sagte der französische Staatspräsident François Hollande.
Keystone
An der Sondersitzung in Brüssel beteiligten sich François Hollande, Angela Merkel, Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem, EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, Alexis Tsipras und EU-Gipfelchef Donald Tusk.
An der Sondersitzung in Brüssel beteiligten sich François Hollande, Angela Merkel, Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem, EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, Alexis Tsipras und EU-Gipfelchef Donald Tusk.
Keystone
Bei den Griechenland-Gesprächen in Brüssel war auch Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), anwesend.
Bei den Griechenland-Gesprächen in Brüssel war auch Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), anwesend.
Reuters
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Beim Krisentreffen letzte Nacht hat Griechenlands Premier Alexis Tsipras eine Liste mit konkreten Reformen in Aussicht gestellt. Wie ist das zu deuten? Für Tsipras ging es vor allem darum, das Gesicht wahren zu können. Er wollte mit dem Rendezvous die Rettung Griechenlands von der technischen auf die höchste politische Ebene hieven. Der griechische Premier kann jetzt nach Hause zurück und seinem Publikum sagen, dass man ihn ernst nimmt. Die Griechen sollen die Liste nun ganz souverän zusammenstellen. Das war die eigentliche Botschaft, dass es hier um eine griechische Reformliste geht und nicht um ein Diktat der europäischen Partner. Diese erwarten nun zum Beispiel, dass die Regierung in Athen ihre Pläne präzisiert, wie sie gegen die Steuerflucht vorgehen und ausstehende Steuern effizient eintreiben will.

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