Türkei ordnet Haft für sechs Aktivisten an

Laut Amnesty International verlangt ein türkisches Gericht Untersuchungshaft für sechs Menschenrechtler.

Die Amnesty-Direktorin in der Türkei, Idil Eser, soll in Untersuchungshaft: Menschen vor dem Gericht in Istanbul. (17. Juli 2017)

Die Amnesty-Direktorin in der Türkei, Idil Eser, soll in Untersuchungshaft: Menschen vor dem Gericht in Istanbul. (17. Juli 2017) Bild: Lefteris Pitarakis/Keystone

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Ein türkisches Gericht hat der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zufolge am Dienstag Untersuchungshaft für sechs Aktivisten angeordnet. Zu ihnen zählt auch die Amnesty-Direktorin in der Türkei, Idil Eser. Unter den zunächst zehn Festgenommenen war auch ein Deutscher.

Eser, sieben andere Menschenrechtler sowie zwei ausländische Ausbilder waren am 5. Juli auf einer Insel vor Istanbul festgenommen worden. Die Aktivisten hatten laut Amnesty in einem Hotel auf Büyükada an einem Workshop zur IT-Sicherheit teilgenommen. Bei den Ausbildern handelt es sich um einen Deutschen und einen Schweden.

Die zehn Festgenommenen waren am Montag erstmals von der Anklage in Istanbul angehört worden. Der Amnesty-Türkei-Experte Andrew Gardner sagte der Nachrichtenagentur AFP, die anderen vier Aktivisten seien unter Auflagen freigekommen.

Untersuchungshaft für Amnesty-Aktivisten. Video: AFP (chk/AFP)

Erstellt: 18.07.2017, 06:36 Uhr

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