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Türkischer Offizier erhält Asyl in Griechenland

Einer von acht Türken, die während des gescheiterten Militärputsches mit einem Helikopter nach Griechenland geflohen sind, wurde freigelassen.

chk
Einer hat in Griechenland Asyl bekommen: Türkische Militärangehörige werden von griechischen Polizisten vor Gericht gebracht. (17. Juli 2016)
Einer hat in Griechenland Asyl bekommen: Türkische Militärangehörige werden von griechischen Polizisten vor Gericht gebracht. (17. Juli 2016)
Giannis Moysiadis, Keystone
Sie haben in Griechenland Asyl beantragt. (17. Juli 2016)
Sie haben in Griechenland Asyl beantragt. (17. Juli 2016)
Giannis Moysiadis, Keystone
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Einer der acht Militärs, die im Juli 2016 während des gescheiterten Militärputsches in der Türkei mit einem Helikopter nach Griechenland geflohen waren, hat in Griechenland Asyl erhalten. Wie der griechische Fernsehsender Skai am Samstag berichtete, wurde der Mann bereits freigelassen.

Auch in letzter Instanz hatten griechische Richter demnach befunden, dass nicht gewährleistet sei, dass den Betreffenden in der Türkei ein faires, den Menschenrechten entsprechendes Verfahren erwarte. Auch deute nichts darauf hin, dass er an dem Putschversuch in seiner Heimat beteiligt gewesen sein.

Die Asylverfahren der anderen sieben Männer laufen noch. Das Thema führt seit längerem zu Spannungen zwischen Athen und Ankara: Die Türkei hat wiederholt die Auslieferung der Militärs gefordert. Der höchste griechische Gerichtshof hatte die Auslieferungsanträge jedoch bereits im Mai dieses Jahres mit Verweis auf die Menschenrechtslage im Nachbarland abgewiesen.

Angespannte Stimmung

Das Aussenministerium in Ankara verurteilte die Entscheidung als politisch motiviert. Diese zeige «ein weiteres Mal, dass Griechenland ein Land ist, das Putschisten schützt und sie mit offenen Armen empfängt», erklärte es.

Athen habe «nicht die Unterstützung und Kooperation gezeigt, die wir von einem Verbündeten im Kampf gegen den Terrorismus erwarten.» Das Ministerium warnte vor negativen Folgen für die bilateralen Beziehungen und die Zusammenarbeit bei regionalen Themen.

Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras bemühte sich daraufhin um Schadensbegrenzung. Sein Büro teilte am späten Samstagabend mit, die Regierung habe beantragt, die Asylentscheidung vom Vortag zu annullieren.

(SDA)

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