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Tusk: Grossbritannien wird nach Brexit zweitklassig

Der polnische Ratspräsident der Europäischen Union sieht schwarz für die Zukunft des Vereinigten Königreichs.

Klare Worte an die Adresse der Brexiteers: Donald Tusk in Brüssel. (AP/Keystone/Jean-Francois Badias/Archiv)
Klare Worte an die Adresse der Brexiteers: Donald Tusk in Brüssel. (AP/Keystone/Jean-Francois Badias/Archiv)

EU-Ratspräsident Donald Tusk sagte Grossbritannien nach dem Brexit einen drastischen Abstieg voraus. «Nach diesem Abschied wird das Vereinigte Königreich ein Aussenseiter, ein zweitklassiger Spieler, während das wichtigste Schlachtfeld von China, den USA und der EU besetzt sein wird», erklärte Tusk am Mittwochabend in einer Bilanz seiner fünfjährigen Amtszeit.

Überall werde er gefragt, warum die Briten sich das antäten, sagte Tusk. Mit Blick auf die anstehenden Wahlen in Grossbritannien am 12. Dezember appellierte er an die Briten: «Gebt nicht auf. In diesem Match hatten wir bereits Nachspielzeit, jetzt sind wir in der Verlängerung, vielleicht geht es sogar ins Elfmeterschiessen.»

Tusk erinnerte daran, dass er alles dafür getan habe, die Frist für den Brexit zu verlängern, um Zeit zum Nachdenken und eine mögliche Kehrtwende Grossbritanniens zu geben.

Der Pole Tusk kam 2014 ins Amt und gibt dieses am 1. Dezember an den früheren belgischen Ministerpräsidenten Charles Michel ab.

SDA/fal

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