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Über 3000 Bootsflüchtlinge treffen in Lampedusa ein

Tausende afrikanische Flüchtlinge haben die italienische Insel Lampedusa erreicht. EU-Kommissionspräsident Barroso hat derweil angekündigt eine Verschärfung der Schengen-Regeln zu überprüfen.

Solche Szenen sollen verhindert werden: Ein Flüchtlingsboot aus Tunesien kommt auf Lampedusa an. (7. Mai 2011
Solche Szenen sollen verhindert werden: Ein Flüchtlingsboot aus Tunesien kommt auf Lampedusa an. (7. Mai 2011
Keystone
Entkräftet: Eine Gruppe von afrikanischen Flüchtlingen auf Lampedusa. (30. April 2011)
Entkräftet: Eine Gruppe von afrikanischen Flüchtlingen auf Lampedusa. (30. April 2011)
Keystone
Die italienische Küstenwache hat ihre Präsenz vor der Insel Lampeduas verstärkt.
Die italienische Küstenwache hat ihre Präsenz vor der Insel Lampeduas verstärkt.
Keystone
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Vermutlich wegen ruhiger See gelang nach Angaben der Küstenwache von Freitag bis Sonntag mehr als 3000 Flüchtlingen die gefährliche Überfahrt nach Europa. Den Angaben zufolge kam am Sonntag ein Schiff aus Libyen mit fast 300 Menschen an Bord auf Lampedusa an, ein weiteres mit ebenfalls rund 300 Menschen wurde 20 Kilometer südlich der Insel geortet.

Seit Jahresbeginn trafen auf der italienischen Insel zwischen 25'000 und 30'000 Menschen aus Nordafrika ein, vor allem aus Libyen und Tunesien. Rom darf nach einem vor knapp drei Wochen geschlossenen Sonderabkommen mit Tunis tunesische Migranten von dort zwar ab sofort wieder abschieben. Die zuvor Angekommenen müssen jedoch versorgt werden. Da die meisten Migranten weiter nach Frankreich wollten, hat die italienische Regierung die Ausstellung von Sonderpapieren zur Weiterreise angeordnet.

Schengen-Regeln überprüfen

Als Reaktion auf die Ankunft tausender Flüchtlinge aus Nordafrika hatten sich Italien und Frankreich auf die Forderung geeinigt, zumindest zeitweilig wieder Grenzkontrollen in Europa zu ermöglichen. Die EU-Kommission wird am Mittwoch einen Bericht über die Erfahrungen mit dem Schengen-Raum vorlegen. Die Kommission prüfe auch eine Verschärfung der Schengen-Regeln, wie der Präsident der Behörde, José Manuel Barroso, am Sonntag bestätigte.

Vorübergehende Grenzkontrollen seien «eine Möglichkeit», teilte Barroso in einem Schreiben an Frankreichs Präsidenten Nicolas Sarkozy und Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi mit.

SDA/jak

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