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«Überall Polizei hier» – Frankreich jagt die Attentäter

«Alle verfügbaren Kräfte mobilisiert»: Nach dem tödlichen Angriff auf eine Redaktion in Paris setzt die französische Regierung alle Hebel in Bewegung.

Strategische Punkte im öffentlichen Verkehr werden bewacht: Ein französischer Soldat am Bahnhof Montparnasse. (7. Januar 2015)
Strategische Punkte im öffentlichen Verkehr werden bewacht: Ein französischer Soldat am Bahnhof Montparnasse. (7. Januar 2015)
AP Photo/Christophe Ena, Keystone
Massives Sicherheitsaufgebot in der Seine-Stadt: Militärs am Eiffelturm. (7. Januar 2015)
Massives Sicherheitsaufgebot in der Seine-Stadt: Militärs am Eiffelturm. (7. Januar 2015)
Keystone
Öffentliche Plätze im Auge: Überall Sicherheitskräfte in Paris. (7. Januar 2015)
Öffentliche Plätze im Auge: Überall Sicherheitskräfte in Paris. (7. Januar 2015)
Keystone
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Frankreich unter Schock: Attentäter richten in der Redaktion von «Charlie Hebdo» Menschen regelrecht hin. Bisher forderte der Angriff zwölf Tote. Die Täter befinden sich noch auf der Flucht. Offenbar haben sie mittlerweile ihren Fluchtwagen gewechselt.

Gemäss der Online-Ausgabe von «Le Parisien» hat die Polizei in voneinander getrennten Operationen zwei Wohnungen gestürmt. Beide liegen nördlich des Stadtzentrums. Die Polizei hat niemanden festgenommen.

So flüchteten die Attentäter durch Paris:

Smartphone-User: Für die interaktive Grafik klicken Sie bitte auf diesen Link.

«Alle verfügbaren Kräfte werden mobilisiert, zivile und militärische Verstärkungen aufgeboten», heisst es in einer Mitteilungder französischen Regierung. Die Präfekten im ganzen Land sind aufgerufen, Sicherheitskräfte unter ihrer Aufsicht aufzubieten. «Alle Mittel werden aufgeboten, um die Attentäter zu identifizieren und aufzuspüren.»

Auch Stunden nach dem blutigen Anschlag sind die Täter noch nicht gefasst. Mit welcher Kaltblütigkeit die Angreifer vorgingen, zeigt ihre Flucht: Während ihrer Fahrt vom 11. Arrondissement zwischen dem Platz der Bastille und dem Platz der Republik stiegen sie aus ihrem Auto noch einmal aus und töteten einen Polizisten per Kopfschuss. In der Nähe der Porte de Pantin in Richtung nordöstlichem Stadtrand überfielen sie einen Autofahrer und überfuhren einen Passanten. Seither verliert sich die Spur.

(Die Attentäter von Paris in einem Video.)

Medien berichten nun von massiven Polizeiaufgeboten in der französischen Hauptstadt. Laut dem Ministerium von Premier Manuel Valls schwärmen Polizisten aus. In Geschäften, Redaktionen, Gotteshäusern und im Transportwesen wurden die Sicherheitsvorkehrungen verschärft.

François Hollande selbst eilte zum Tatort, während hohe Regierungsbeamte eine Notsitzung einberiefen. Der Präsident sagte, in den vergangenen Wochen hätten die Behörden verschiedene andere Terrorakte vereitelt. Details nannte er nicht.

Um 14 Uhr hielt die Regierung eine Krisensitzung ab. Der Anti-Terror-Plan Vigipirate wurde für den Grossraum Paris auf die höchste Stufe «Anschlagsalarm» angehoben, wie es am Sitz von Premierminister Manuel Valls hiess. Hollande kündigte für den Abend (21 Uhr) eine Rede an die Nation an.

Der «Held von Paris»: Lassana Bathily.
Der «Held von Paris»: Lassana Bathily.
AFP
Die Beamten Franck Brinsolaro, Ahmed Merabet und Clarissa Jean-Philippe wurden posthum in die französische Ehrenlegion aufgenommen: Präsident Hollande hält eine Medaille vor einem Sarg. (13. Januar 2015)
Die Beamten Franck Brinsolaro, Ahmed Merabet und Clarissa Jean-Philippe wurden posthum in die französische Ehrenlegion aufgenommen: Präsident Hollande hält eine Medaille vor einem Sarg. (13. Januar 2015)
AP Photo/Francois Mori, Keystone
Mit Kalaschnikows bewaffnet: Zwei der maskierten Täter.
Mit Kalaschnikows bewaffnet: Zwei der maskierten Täter.
Facebook/Jordi Mir
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