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«Überschaubare Gruppe» steckt hinter Anschlägen auf Deutsche Bahn

Hinter den Brandanschlägen auf Berliner Bahnanlagen im Oktober vermutet das Bundeskriminalamt eine kleine Gruppierung. Eine Verbindung zu rechtsextremen Kreisen wird jedoch ausgeschlossen.

Eine von 80 Attacken: Beim Brandanschlag angesengtes Kabel. (11. Oktober 2011)
Eine von 80 Attacken: Beim Brandanschlag angesengtes Kabel. (11. Oktober 2011)
Keystone

Nach Einschätzungen des Bundeskriminalamts (BKA) ist eine kleine Gruppe von Tätern für die Brandanschläge auf Berliner Bahnanlagen im Oktober verantwortlich. Bei den Tätern handle es sich wohl um eine «sehr überschaubare Gruppe», sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke bei der Vorstellung des DB-Sicherheitsberichts in Berlin.

Mit Blick auf eine mögliche Gefahr für das Schienennetz der Bahn durch rechtsextremistische Gruppen sagte Ziercke, «rechtsterroristische Anschläge auf die Bahn sind mir so nicht bekannt».

Um Anschläge auf die Deutsche Bahn in Zukunft verhindern zu können, komme es insbesondere auf die Hilfe der Bevölkerung an, sagte Ziercke. Es sei wichtig, bei den Menschen ein Bewusstsein für eine mögliche Gefahr zu schaffen. Bürger die Verdächtiges beobachten, sollten dies der Polizei auch anzeigen. 34'000 Streckenkilometer und 5700 Bahnhöfen könnten nicht einfach eingezäunt werden, sagte Ziercke.

81 politisch motivierte Straftaten

Darüber hinaus sei es wichtig, dass die Bundespolizei in den Zügen der Deutschen Bahn präsent sei. Zudem würden stark besuchte Bahnhöfe mithilfe von Videoaufnahmen überwacht, was zumindest bei der Beweissicherung sehr hilfreich sei.

Nach Angaben des BKA-Präsidenten wurden im vergangenen Jahr 81 politisch motivierte Straftaten gegen die Deutsche Bahn verzeichnet, darunter 18 Gewaltdelikte. Von Januar bis September 2011 wurden 74 politisch motivierte Taten gegen die Bahn bekannt. Zehn davon waren laut Ziercke Gewalttaten.

dapd/kpn

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