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Ukraine meldet Durchbruch russischer Panzer

Russische Panzer sollen die Grenze zur Ostukraine überquert haben. Kiew meldet heftige Gefechte. Moskau spricht von «Täuschung».

Moskau spricht von der Bereitschaft ukrainischer Rebellen zum Waffenstillstand, Kiew von Gefechten mit aus Russland eingedrungenen Panzern in der Ostukraine: Nach Angaben von Innenminister Arsen Awakow drang am Donnerstag eine Kolonne gepanzerter Fahrzeuge zusammen mit Autos und anderen Fahrzeugen über die russische Grenze in die Ukraine ein.

Awakow sagte, von der aus Russland eingerückten Kolonne seien drei russische Panzer in den Ort Snischne gefahren. Die Kolonne sei über einen von den Rebellen kontrollierten Grenzübergang im Dorf Djakowe in die Ukraine gekommen. Snischne ist 40 Kilometer von Djakowe entfernt. Ein Panzer sei in Snischne geblieben und die beiden anderen seien weitergefahren. Sie seien auf dem Weg nach Horliwka von ukrainischen Truppen unter Feuer genommen worden. Dieser «Teil der Kolonne ist zerstört worden», sagte Awakow. Eine unabhängige Bestätigung für Awakows Angaben gab es nicht.

Am Abend teilte das Büro des ukrainischen Präsidenten mit, dass die Armee im Osten des Landes die Kontrolle über rund hundert Kilometer Grenze zu Russland zurückerlangt hätten. Zuvor habe es Auseinandersetzungen mit Milizen gegeben, die über russische Panzer verfügt hätten

Lawrow: «Rebellen zu Waffenstillstand bereit»

Russland hat dementiert, Waffen und Soldaten über die Grenze in den Osten der Ukraine geschickt zu haben. Es handle sich um eine Täuschung. Der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin teilte in New York mit, er werde dem Sicherheitsrat einen Resolutionsentwurf zuleiten, in dem es um ein Ende der Gewalt in der Ukraine gehe. Der Text befasse sich mit den «bisher nicht erfolgreichen» Bemühungen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), den Konflikt zwischen ukrainischer Regierung und prorussischen Rebellen zu beenden. Die Resolution solle UN-Generalsekretär Ban Ki Moon auffordern, den OSZE-Prozess zu unterstützen.

Der russische Aussenminister Sergej Lawrow erklärte zuvor, die Rebellen in der Ostukraine seien zu einem Waffenstillstand bereit.Die Initiative dazu sollte aber von der Regierung in Kiew ausgehen, zitierten russische Nachrichtenagenturen am Donnerstag Lawrow. Der OSZE-Generalsekretär Lamberto Zannier forderte bei einem Besuch in der Krisenregion, die Konfliktparteien sollten die «Verrücktheit» der bewaffneten Auseinandersetzung beenden.

AP/AFP/ldc

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