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Ukraine verdoppelt Militärbudget

Die Stärke der ukrainischen Streitkräfte soll steigen – auf insgesamt 250'000 Soldaten. Und auch bei den Ausgaben sind Aufstockungen geplant.

Hält die Feuerpause diesmal? Präsident Petro Poroschenko mit ukrainischen Soldaten in Charkiw. (6. Dezember 2014)
Hält die Feuerpause diesmal? Präsident Petro Poroschenko mit ukrainischen Soldaten in Charkiw. (6. Dezember 2014)
Mikhail Palinchak/Ukrainian Presidential Press Service, Reuters

Inmitten des Ostukraine-Konflikts will die Regierung in Kiew ihre Militärausgaben mehr als verdoppeln. Das Militärbudget wird gemäss Aussagen von Verteidigungsminister Stepan Poltorak im kommenden Jahr auf umgerechnet gut 3 Milliarden Franken aufgestockt.

Auch die Truppenstärke der ukrainischen Streitkräfte soll demnach von derzeit 232'000 auf 250'000 Soldaten erhöht werden. 2015 wolle die Armee 40'000 Wehrpflichtige einziehen und 10'500 Berufssoldaten ausbilden, sagte Poltorak im Parlament. 2013 gehörten der Armee nur 130'000 Soldaten an, 25'000 Wehrpflichtige wurden eingezogen.

Die ukrainische Armee kämpft im Osten des Landes seit Mitte April gegen prorussische Rebellen. Seitdem wurden dort nach UNO-Angaben mehr als 4300 Menschen getötet. Am Dienstag hatte erneut eine Feuerpause begonnen.

Brüchige Waffenruhe

Trotz dieser Feuerpause sind bei einem Gefecht mit prorussischen Rebellen im Südosten der Ukraine zwei regierungstreue Kämpfer getötet worden. Drei weitere Mitglieder der Einheit seien verletzt worden, sagte ein Sprecher des Asow-Bataillons, das sich aus Freiwilligen zusammensetzt.

Die Kämpfer seien nahe dem Dorf Pawlopil in einen Hinterhalt geraten. Die ukrainische Armee berichtete, die Aufständischen hätten in der Umgebung ausserdem mehrere Raketen abgefeuert.

Zuvor hatte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko noch bekräftigt, die Feuerpause werde weitgehend eingehalten. Der Vorfall bei Mariupol zeigt jedoch erneut, wie brüchig die Feuerpause ist. Seit Dienstag wurden nach Angaben Kiews bereits drei ukrainische Soldaten getötet und acht weitere verletzt.

Kämpfe um Donezk und Luhansk

Am Anfang der Krise hatte im Frühjahr der Konflikt um die ukrainische Halbinsel Krim gestanden. Diese war schliesslich in russisches Staatsgebiet aufgenommen worden.

In der Folge entbrannten Kämpfe vor allem in den ostukrainischen Regionen Donezk und Luhansk zwischen prorussischen Aufständischen und ukrainischen Soldaten. Russland wird vorgeworfen, die Separatisten militärisch zu unterstützen, was Moskau jedoch zurückweist.

SDA/ajk

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