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«Ungebildete Brutalos»

Steve ist OSZE-Beobachter in der Ukraine. Was er nach dem Genfer Abkommen erlebt und wie er die Gebäude-Besetzer wahrnimmt.

Sie wollen nur reden: Ein Leibwächter des selbst ernannten Bürgermeisters von Slowjansk, der laut eigenen Angaben mit OSZE-Vertretern Kontakt hat (20. April 2014).
Sie wollen nur reden: Ein Leibwächter des selbst ernannten Bürgermeisters von Slowjansk, der laut eigenen Angaben mit OSZE-Vertretern Kontakt hat (20. April 2014).
Gleb Garanich, Reuters

Hoch waren die Erwartungen in das Genfer Abkommen vom 17. April. Doch eine Woche danach ist von Entspannung in der Ukraine keine Rede. Sowohl Russland als auch die USA verschärfen den Krieg der Worte. Bevor US-Vizepräsident Joe Biden gestern in Kiew erste Gespräche mit der ukrainischen Regierung führte, veröffentlichte das Aussenministerium Fotos, die beweisen sollen, dass russische Soldaten, die 2008 bei der Besetzung des georgischen Südossetien beteiligt waren, nun in der Ostukraine im Einsatz sind. Russlands Aussenminister Sergei Lawrow hingegen beschuldigt die Regierung in Kiew, die in Genf beschlossene Entmilitarisierung der Ostukraine zu hintertreiben. In Slowjansk wurden gestern drei junge prorussische Aktivisten begraben, die angeblich an einem Checkpoint von ukrainischen Soldaten erschossen wurden. An der Trauerfeier nahmen Hunderte Einwohner der Stadt teil, die «Ruhm unseren Helden» skandierten.

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