Zum Hauptinhalt springen

Unschuldige Roma brutal misshandelt

Ein mit internationalem Haftbefehl gesuchter Kosovare ist in Deutschland festgenommen worden – wegen schwerer Kriegsverbrechen in Djakovica.

Wie das serbische Innenministerium am Freitag mitteilte, wird der 36-jährige Bujar Bobani aus Djakovica im Südwesten des Kosovo beschuldigt, Kriegsverbrechen an Zivilisten begangen zu haben. Nach Angaben der serbischen Nachrichtenagentur Beta verdächtigt ihn die Staatsanwaltschaft, Verbindungen zur Gruppe um den ehemaligen UCK-Kämpfer Anton Lekaj gehabt zu haben. Ein serbisches Gericht hatte Lekaj im September 2007 wegen Mordes und Misshandlung von Zivilisten zu 13 Jahren Haft verurteilt.

Die Zivilisten, Angehörige der Volksgruppe der Roma, waren während des Kosovo-Krieges (1998-1999) verschleppt und in einem Hotel in Djakovica festgehalten und misshandelt worden. Die Befreiungsarmee des Kosovo (UCK) hatte jahrelang für die Unabhängigkeit der südserbischen Provinz gekämpft.

Im Februar 2008 hatte Kosovo seine Unabhängigkeit erklärt. Bislang erkannten 65 Länder, darunter die Schweiz, die Vereinigten Staaten und die meisten EU-Länder, die Unabhängigkeit an. Belgrad hingegen betrachtet Kosovo noch immer als Gebiet, das zu Serbien zugehörig ist.

SDA/raa

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch