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«Unter Ponta wird sich Rumänien autoritären Staaten annähern»

Osteuropa-Experte Oliver Jens Schmitt wirft Rumäniens bisherigem Regierungschef vor, er führe einen xenophoben Wahlkampf. Dennoch dürfte Victor Ponta am Sonntag zum neuen Präsidenten gewählt werden.

Premierminister Victor Ponta lässt sich während einer TV-Debatte mit Klaus Johannis (nicht im Bild) in Bukarest beraten.
Premierminister Victor Ponta lässt sich während einer TV-Debatte mit Klaus Johannis (nicht im Bild) in Bukarest beraten.
Robert Ghement, Reuters

Im EU-Land Rumänien findet am Sonntag die Stichwahl um das Präsidentenamt statt. Ist der bisherige Premier Victor Ponta weiterhin unbestrittener Favorit?

Seine Chancen stehen gut, da ihm weite Teile des Staatsapparats zur Verfügung stehen. Ponta und die hinter ihm stehenden postkommunistischen Netzwerke kontrollieren auch grosse Teile der Medien. Zudem sind wichtige Teile der orthodoxen Kirche Rumäniens offenbar einen Pakt mit ihm eingegangen und fordern in den Predigten die oft sehr religiöse Bevölkerung auf, einen «guten orthodoxen Rumänen» zu wählen. Ponta selbst führt eine Kampagne, die an dunkle Zeiten rumänischer Xenophobie erinnert.

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