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USA legen «Beweise» für russische Soldaten in der Ostukraine vor

Die US-Regierung will zumindest einige der Uniformierten ohne Hoheitsabzeichen identifiziert haben, die im Osten der Ukraine aktiv sind. Vizepräsident Joe Biden ist mit Hilfsangeboten nach Kiew gereist.

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Unter anderen dieses Bild soll den Einsatz von Angehörigen russischer Einheiten in den ostukrainischen Städten Slowjansk und Kramatorsk beweisen: Uniformierte bereiten sich bei Slowjansk auf einen Kampf vor. (13. April 2014)
Unter anderen dieses Bild soll den Einsatz von Angehörigen russischer Einheiten in den ostukrainischen Städten Slowjansk und Kramatorsk beweisen: Uniformierte bereiten sich bei Slowjansk auf einen Kampf vor. (13. April 2014)
Anatoliy Stepanov
Weitere Seiten aus dem Dossier des US-Aussenministeriums.  (17. April 2014)
Weitere Seiten aus dem Dossier des US-Aussenministeriums. (17. April 2014)
US Department of State, Keystone
Hoheitsabzeichen und bestimmte Waffen sollen die Männer als Russen ausweisen.  (17. April 2014)
Hoheitsabzeichen und bestimmte Waffen sollen die Männer als Russen ausweisen. (17. April 2014)
US Department of State, Keystone
Bestens ausgerüstet: Ein Uniformierter mit Schutzweste und Granatwerfer in Slowjansk. (18. April 2014)
Bestens ausgerüstet: Ein Uniformierter mit Schutzweste und Granatwerfer in Slowjansk. (18. April 2014)
Genya Savilov, AFP
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Das US-Aussenministerium hat Bilder veröffentlicht, auf denen russische Soldaten in der Ostukraine zu sehen sein sollen. Auf den Fotos sind den Angaben zufolge sogenannte «besorgte Bürger» auf der Krim und in der Stadt Slowjansk abgebildet, die gleiche Uniformen tragen und jeweils mit Raketenwerfern vom Typ RPG-30 ausgerüstet sind. Diese Waffen gehören zur Ausrüstung der russischen Streitkräfte.

Das US-Ministerium verteilte das elfseitige Dokument an Journalisten. Damit will die US-Regierung beweisen, dass Russland an der Krise in der Ostukraine militärisch beteiligt ist. Die Fotos stammten teils aus dem Internet, teils wurden sie vergangene Woche der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) von Diplomaten zugespielt.

Am Sonntag waren in der Ostukraine bei einer Schiesserei an einem Kontrollposten von Separatisten mindestens drei Menschen getötet worden, obwohl die Ukraine, Russland, die USA und die EU vergangene Woche einen Plan zur Beilegung der Krise ausgehandelt hatten. Die Umsetzung kommt jedoch nicht voran. Moskau und Kiew machten sich gegenseitig verantwortlich.

Biden zu Gesprächen in der Ukraine

Angesichts der Spannungen bespricht sich US-Vizepräsident Joe Biden heute in Kiew mit Übergangspräsident Alexander Turtschinow und Ministerpräsident Arseni Jazenjuk. Darüber hinaus geplant ist eine Rede Bidens vor ukrainischen Abgeordneten.

Biden war gestern in der Ukraine gelandet. Sein Besuch soll Unterstützung für die Übergangsregierung in Kiew signalisieren, die wegen des Konflikts mit Russland und wegen der schlechten Wirtschaftslage unter starkem Druck steht. Biden wird nach US-Angaben konkrete Hilfsmassnahmen für die Wirtschaft und die Energieversorgung anbieten.

Burkhalter ruft zur Umsetzung der Genfer Einigung auf

Der amtierende Präsident der OSZE, Bundespräsident Didier Burkhalter, hat die ukrainischen Behörden aufgefordert, ihre Bemühungen zur Umsetzung des in Genf beschlossenen Friedensfahrplans zu «verdoppeln». Besorgt über die zunehmenden Spannungen in einigen Regionen der Ukraine, rief Burkhalter auch die Vertragsparteien zum Handeln auf.

Er appelliert als Chef der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) an die USA, Russland und die Europäische Union, alle am Konflikt beteiligten Parteien in der Ukraine aufzufordern, auf Gewalt zu verzichten, rasch die unrechtmässig besetzten Gebäude und Strassen freizugeben und die Waffen abzulegen.

Zur Lösung des Ukrainekonflikts seien das Engagement und der politische Wille «auf allen politischen Ebenen» nötig – auf regionaler, nationaler und internationaler.

(AP/sda)

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