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USA stationieren erstmals schwere Waffen in Osteuropa

Washington verlegt schweres Militärgerät für ein Bataillon in sechs osteuropäische Länder. Moskau hatte schon zuvor angekündigt, darauf zu reagieren.

Grobes Geschütz: Ein Abrams-Panzer der US-Armee, hier bei einem Manöver in Lettland. (7. Mai 2015)
Grobes Geschütz: Ein Abrams-Panzer der US-Armee, hier bei einem Manöver in Lettland. (7. Mai 2015)
Valda Kalnina, Keystone

Die USA werden erstmals schweres Militärgerät in die Nato-Staaten Mittel- und Osteuropas verlegen. Die USA wollten «vorübergehend» Ausrüstung für eine Kampfbrigade stationieren, also für mehrere tausend Soldaten, sagte US-Verteidigungsminister Ashton Carter heute in der estnischen Hauptstadt Tallinn bei einer Pressekonferenz mit seinen Kollegen aus den drei Baltenstaaten. Zu dem Gerät zählten unter anderem Panzer und Artillerie.

«Estland, Lettland, Litauen, Bulgarien, Rumänien und Polen haben zugestimmt, Elemente dieser Ausrüstung in Bataillon-Stärke aufzunehmen, das in der Region an verschiedenen Standorten für Ausbildung und Übungen genutzt werden soll», sagte der Pentagonchef.

Stärkung der Verbündeten

Carter hatte am Montag bei einem Besuch in Berlin entsprechende Pläne bestätigt, aber keine Details genannt. Das betreffende Gerät sei derzeit in Deutschland stationiert. Laut Informationen der «Washington Post» sollen rund 250 Panzer, Haubitzen und Schützenpanzer dazu gehören.

Ziel der USA sei es, «die Widerstandsfähigkeit» der Nato «und insbesondere von Verbündeten an ihren Rändern zu erhöhen», hatte Carter in Berlin gesagt. Angesichts des russischen Vorgehens in der Ukraine sorgen sich mehrere osteuropäische Nato-Staaten um ihre Sicherheit und fordern eine stärkere Präsenz der Allianz.

Nach Bekanntwerden der Pläne hat das russische Verteidigungsministerium diese vor einer Woche scharf verurteilt. «Russland wird nichts anderes übrig bleiben, als seine Truppen und Streitkräfte an der westlichen Flanke zu verstärken», hiess es aus Moskau.

(AFP)

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