Zum Hauptinhalt springen

Viele alte Rechnungen und eine neue Verfassung

Am Sonntag stimmen die Türken erstmals über die Reform ihrer Verfassung ab. Von deren Inhalt ist im Abstimmungskampf aber kaum die Rede.

Vor der Abstimmung: Anhänger von Tayyip Erdogans AKP machen Stimmung für die Reformvorschläge des Premierministers.
Vor der Abstimmung: Anhänger von Tayyip Erdogans AKP machen Stimmung für die Reformvorschläge des Premierministers.
Reuters

Beim Referendum vom kommenden Sonntag geht es um die Reform der alten türkischen Verfassung. Einer Verfassung notabene, die nach dem letzten Militärputsch von 1980 geschrieben wurde und die bis heute den Geist dieses Putschs atmet. Für die Regierung und ihre Anhänger, aber auch für viele Liberale ist das Referendum eine Abrechnung mit dem Putsch und seinem autoritären Erbe, unter dem die Türkei bis heute leidet. Die Abstimmung findet nicht zufällig am 12. September statt, denn es ist der 30. Jahrestag des Umsturzes.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.