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Viktor Orbans schöne neue Fussballwelt

Neue Stadien, Millionen für Vereine: Ungarns Regierungschef will sein Land zur Fussball-Supermacht machen. Wäre da nur nicht der verheerende Auftritt vom Freitagabend.

Das Ergebnis war ein Schock für das ganze Land. Mit 1:8 verlor Ungarn am Freitagabend in Amsterdam den Qualifikationsmatch für die WM 2014 gegen die Niederlande. Die Ungarn liegen nun in ihrer Gruppe an vierter Stelle, hinter Rumänien und der Türkei. Nur ein Wunder könnte sie jetzt noch nach Brasilien bringen. Ein Sieg beim heutigen Match gegen Andorra wird nicht reichen, es müssten auch die um den zweiten Gruppenplatz konkurrenzierenden Mannschaften haushoch verlieren.

Der Schock ist besonders gross, weil Fussball in Ungarn seit Amtsantritt der Regierung von Viktor Orban eine politische Angelegenheit ist. Der 50-Jährige ist begeisterter Hobbyspieler und machte den Sport zur Priorität in der Regierungsarbeit. Über 400 Millionen Franken fliessen seit dem Wahlsieg von Orbans Partei Fidesz in den Bau neuer Stadien und die Förderung seiner Lieblingsvereine. Orbans Welt dreht sich um den Fussball, und wer dem Ministerpräsidenten nahe steht, hat auch in dieser Fussballwelt eine wichtige Funktion.

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