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«Vor uns liegen Jahre der Apathie»

Die Oligarchen kontrollieren die Ukraine, als hätte es die Maidan-Revolution nie gegeben, sagt Antikorruptionskämpfer Andrei Marusow.

Ukrainer demonstrieren in Kiew gegen die Regierung Poroschenko und ihre Machenschaften. Foto: Gleb Garanich (Reuters)
Ukrainer demonstrieren in Kiew gegen die Regierung Poroschenko und ihre Machenschaften. Foto: Gleb Garanich (Reuters)

Die ukrainische Regierung sagt, ihre Reformen sorgten dafür, dass die Oligarchen aus der Ukraine verschwinden. Kritiker sprechen dagegen von einem Putsch oder gar einer Konterrevolution der Oligarchen. Wer hat recht?

Die Kritiker haben recht. Seit der Maidan-Revolution hat sich für die ukrainischen Oligarchen nichts verändert, obwohl es einige zaghafte und inkonsequente Versuche gab, deren Einfluss zurückzubinden. Aufgefallen sind da vor allem die öffentlichen Massnahmen gegen den Magnaten Ihor Kolomoiski. Da gab es Streit um den staatlichen ukrainischen Ölkonzern Ukrnafta, den Kolomoiski seit Jahren kontrolliert. Die anderen Oligarchen liess man in Ruhe.

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